Wir führen die Töpfer alphabetisch nach ihren Nachnamen auf und erwähnen den Vornamen, ggfs. auch Studionamen danach, abgetrennt durch ein Komma.

Liste der modernen japanischen Studio-Töpfer

Arakawa, Toyozo (1894-1985)

gilt zusammen mit Kato, Tokuro als der Erneuerer der Shino-Keramik. Zusammen mit Kato, Tokuro ist es Arakawa zu danken, dass die Mino-Öfen wiederbelebt wurden - er gilt als deren Entdecker. Er hat im Stil der Momoyama-Keramik gearbeitet und in einem  Anagama-Ofen gebrannt, der zur Hälfte unter der Erde lag. 1955 wurde er zum "lebenden Nationalschatz" für Shino-Keramik ernannt. Ein Jahr vor seinem Tod wurde sein Ofen zum Museum gemacht, das man immer noch besuchen kann. Für seine Arbeiten werden auf dem Kunstmarkt Höchstpreise erzielt und er ist in unzähligen Museen vertreten.

94/35

Tokkuri im Kohiki-Stil, bauchig mit kurzem, engem Hals und ausschwingender Mündung auf Standring. Fein geschlämmter, lederfarbener Scherben, ganz bedeckt mit weißer Engobe und einer glänzenden, krakelierten, transparenten Glasur, in diese mit Eisen gemalte Spiralen und Tupfen. Im unglasierten Fußring Kakihan. H 13,4, ø 9,8 cm. Doppelte Holzdose, die innere auf dem Deckel beschriftet: Konafukifu Hitoeda bin, Kokeisan , Suigetsugama, und sign.: To.     Sold

 

 

 

 

 

 91/380

 

Blumenvase in Form einer großen Sake-Flasche. Hakeme-Glasur mit Dekor blauer Glockenblumen und einer Kalligraphie 'Suigetsugama, Oshino Hiranao, Kosuke'. Im flachen Boden Marken von drei Brandstützen. Werkstattarbeit aus dem Suigetsu-Ofen. H 23, ø 13,4 cm. Holzdose (Sugi), außen beschriftet 'Akikusa no e, Kabin' (Bilder von Herbstpflanzen, Vase) und innen 'Juyomukeibunkazai, Arakawa Toyozo sensei yaku nari , Takeda Kosuke ga heisan' (wichtiger geistiger Kulturschatz, gemacht von Meister Arakawa Toyozo und bemalt von Takeda Kosuke) & Siegel: Kosuke.     Sold

 

 

 

 

 

 

94/35
Signatur 94/35
91/380

Buyo, Koichi (*1934)

ist bekannt für seine Zusammenarbeit mit Fujiwara, Rakuzan. Er ist "Lebender Kulturschatz" von Okayama.  Er signiert mit "Goro Henei" (Ofen von Buyo Koichi) und benutzt das Siegel "Go".

91/390  

 

Vase in Funa-Tokkuri-Form mit engem Hals und ausschwingender Mündung auf konkavem Boden. Rotbraun gebrannter Bizen-Scherben mit teils fleckigem, honigfarbenem, teils grauweiß geschmolzenem Asche-Anflug, teils krustig, teils geronnen. Schamott-Anhaftung auf der Schulter, am Boden und unten Partien mit Yohen bzw. Hidasuki. Im Boden geritztes Siegel: Go. Holzdose mit Aufschrift: Bizen Abura-Tsubo (Bizen-Öl-Topf) und sign.: Goro Henei (Ofen des Buyo Koichi) und Siegel Go. H 22, ø 22 cm. Zusammenarbeit mit Fujiwara Rakuzan, Kulturschatz von Okayama.            Sold 

 

 

 

 

 

 

 

91/390
Signatur 91/390

Deguchi, Onin (1871-1948)

 

 

93/313

 

Vase, hoch, achteckig facettiert mit abgeschrägter Schulter, leicht eingezogenem Hals, und kurzer, weiter Lippe mit wulstigem Rand. Am Hals zwei Ösen in Form von schmalen, nach unten ausschwingenden Ohren (mimitsuki). Schwerer, grau-beige gebrannter Scherben, ganz bedeckt mit einer glänzenden, porigen, dunkel himbeerroten Glasur, das untere Drittel mit einer umbra-grünen, fleckigen Glasur. Im Boden eingeritzte Sign.: Nio. (Evtl. Deguchi Onin (1871-1948), allerdings in umgekehrter Reihenfolge geschrieben). H 30, ø 13,2 cm.

 

 

 

 

 

 

93/313
Signatur 93/313

Eiraku, Hozen (1775-1854)

ist der 11. Iemoto der Eiraku Familie, die zu den 10 Handwerkern der Senke (Rikyu) Familien von Teemeistern gehört. Er ist bekannt für seine Arbeiten im chinesischen Stil mit reichhaltigem Goldauftrag und im Swatow-Stil. Er signierte oft mit "Dainihon Eiraku tsukuru" und arbeitete in Kyoto und Midera (Otsu). Er fertigte auch Netsuke aus Keramik an.

Fujio, Kitade (*1919)

ist einer der früheren Porzellan-Maler aus der Showa-Zeit. Er signiert mit  "Fujio".  Seit 1991 ist er Präsident der Kanazawa Kunstakademie. Er ist vertreten im Metropolitan Museum, N.Y. und im National Museum, Tokyo.

91/387

 

Hanaike von Kitade Fujio in Fassform mit kurzem, engen Hals, der Porzellanscherben bis auf den Fußring mit Klarglasur überfangen, die oberen und unteren drei cm in Aufglasurbraun, die verbleibende weiße Fläche frei bemalt in Unterglasurblau und Aufglasurviolett, -rot, -grün, -gelb und -gold mit baumähnlichen Strukturen. Im Standring in Rot signiert 'fuji'. ø 8,3, H 15 cm. Holzdose auf dem Deckel beschriftet: .... hanaike und innen: Fujio und Stempel (Fujio). Kitade Fujio ist einer der führenden Porzellanmaler der Showa-Zeit, Nationalmuseum Tokyo (MOMAT), Metropolitan, Ashmolean.    Sold

 

 

 

 

 

 

91/387
Signatur Holzdose 91/387

Fujiwara, Kei (1899-1983)

war  Bizen-Töpfer und Vater des Fujiwara,Yu. Er hat im Alter von  40 Jahren mit dem Töpfern von Bizen-Keramik angefangen und wurde mit dem nach ihm benannten, sog. "Kei-Bizen" sehr schnell für seine einfache und unprätentiöse Art der Töpferei bekannt. Er gilt - gemeinsam mit Kaneshige - als verantwortlich für die Wiederentdeckung der momoyama-zeitlichen Bizen-Keramik, wofür er 1970 zum "lebenden Nationalschatz" ernannt wurde.

89/629

 

Vase aus dem typischen, eisenhaltigen Bizen-Scherben ohne jede Glasur, deren einzige Dekoration aus den Effekten des Feuers und der Flugasche besteht (keshiki). Im durch Einkerbung abgesetzten Boden. Ritz-Signatur. H 19, ø 10,5 cm. Signierte Kiriholz-Dose.      Sold                                             

 

 

 

 

92/335

 

Mittelgroßer, flacher Teller für die Teezeremonie mit großem Standring. Der rote, eisenhaltige Scherben ist durch Flugasche meist grau gefärbt. Während des Brandes waren auf dem Teller drei kleinere Gefäße (wohl Guinomi) plaziert, die mit feuchten Stroh umwickelt waren und somit den Hidasuki-Effekt erzielten. Im Boden befindet sich die Ritzsignatur von Fujiwara Kei. Bizen, Mitte 20. Jh. H 3,8,ø 22,8 cm. Die zugehörige Holzdose (kiri) auf dem Deckel XX Sara, Kei und Stempel. Brandriss am Rand (1,4 cm).

 

 

 

 

 

 

89/629
92/335
Signatur Holzdose 92/335

Fujiwara, Toshin (*1941)

Bizen-Keramiker und Sohn des Fujiwara, Tosai. Er ist bekannt für sein sog. Saika-Bizen = figürliche Keramik aus feingeschlemmten Ton.

 

90/284           

 

Blumenvase, eiförmig mit engem Hals und weiter Mündung mit leicht wulstiger Lippe, auf wenig eingedrücktem Boden. Harter, rotbraun gebrannter, schamottierter Bizen-Scherben, an einer Seite teils krustig schwarzer, brauner und beigefarbener Aschen-Anflug, im unteren Teil graublau verglast. Die andere Seite rotbraun gebrannt mit helleren Aschen-Flecken. H 22,5 cm. Holzdose mit Aufschrift auf dem Deckel: Bizen, Ichirin hana ire (Bizen-Blumenvase), dazu sign: Toshin & Siegel. (Fujiwara Toshin, Sohn des berühmten Fujiwara Tosai, vgl. Heft über Bizen-yaki und seine Töpfer).

 

 

 

 

 

 

90/284

Fujiwara, Yu (1932-2001)

Sohn des Fujiwara, Kei,  wurde 1996 zum "lebenden Nationalschatz" für Bizen-Keramik ernannt.  Er hat die Tradition des "Kei-Bizen" weitergeführt und hat sich zudem von der Yayoi-Keramik inspirieren lassen.

 89/630 

 

Tokkuri. Kleine, bauchige Flasche, unter der abgesetzten Schulter etwas eingezogen, der dünne Hals oben trichterförmig erweitert. Feiner, leicht eisenhaltiger Scherben, sehr sauber gedreht. Dekoriert mit nassen Reisstrohschnüren, die im Brand rote Spuren hinterlassen (Hidasuki). Im Boden Ritzsignatur l. H 11,3, ø 11 cm. Signierte Kiriholz-Dose und gelbes Tuch mit Siegel des Fujiwara Yu (1932-2001), der 1996 zum lebenden Nationalschatz ernannt wurde.    Sold

 

 

 

 

88/621

 

Hohe Vase in zylindrischer Form, mit einem Grat versehener Mündung, leicht eingebuchtet und über dem flachen Boden eingekerbt. Dichter, stark eisenhaltiger, unglasierter Bizen-Scherben mit kleineren Einschlüssen auf dem sich die Effekte des holzbefeuerten Ofens zu einer dramatischen Landschaft (Keshiki) abbilden. Im Boden Ritz-Signatur (Kamajirushi). Eine sehr typische Arbeit von Fujiwara Yuu (1932-2001), Sohn von Fujiwara Kei und ab 1996 'Lebender Nationalschatz' für Bizen Keramik. Dazugehörige Holzdose bezeichnet: Bizen Hanaike Yuu und Stempel. H 27, ø 9,5 cm. Bizen. 2. Hälfte 20. Jh.      Sold

 

 

 

 

 

 

89/630
88/621
Holzdose 88/621
Signatur Holzdose 88/621

Hajime, Kato (1900-1968)

gewann 1959 den Grand Prix bei der Brüsseler Weltausstellung und wurde 1961 zum "lebenden Nationalschatz" für seine farbigen Aufglasur-Keramiken ernannt. Er  produzierte auch Shino-, Kiseto- und Oribe-Waren und signiert mit "Hajime tsukuru" oder "Haji".

 

91/384

 

Die flache Teeschale im Oribe-Stil ist in der Mitte eingeschnürt und am Rand leicht nach innen gewölbt. Der eisenhaltige, braune Scherben ist bis auf den kleinen Standring und seine Umgebung mit einer Aschenglasur bedeckt, die vom Eisen des Tons braun gefärbt ist. Unter der Glasur auf der Seitenwand und innen flüchtige Zeichnung in Eisen-Engobe, mit der auch teilweise der Rand bedeckt ist (kawakujira). Neben dem Standring Ritzsignatur und Stempel des umgekehrten Zeichens für Pferd (so werden Stücke im ersten Brand eines neuen Ofens gekennzeichnet). ø 13-14,5, H 6,2 cm. Die Holzdose auf dem Deckel beschriftet: E-Karatsu Chwan, Hajime tsukuru Stempel (Haji). Seto um 1955. Kato Hajime gewann 1959 den Grand Prix bei der Brüsseler Weltausstellung. 1961 wurde er lebender Nationalschatz.      Sold

 

 

 

 

 

 

91/384
Signatur Holzdose 91/384

Hamada, Shoji (1894-1978)

bekanntester japanische Mingei-Keramiker, Freund und Kollege von Bernard Leach, der wesentlich zu Hamada's Popularität im Westen beitrug. Seit 1955 "lebender Nationalschatz" für Mingei-Keramik. Über 200 seiner Werke sind im Museum of Oriental Ceramics in Osaka zu sehen. Seine Signatur lautet: "Shoji".

 92/337   

 

Großer, tiefer Teller mit abgesetztem, wulstigem Rand (eine typische Hamada-Form) der den sandigen, schweren Scherben nur am großen Fußring freilässt. Über die graue, fleckige Ascheglasur ist in typischer Hamada-Manier erst ein Kreuz und dann ein Quadrat großzügig mit der Kelle angegossen, wobei der Teller mit zahlreichen Flecken bedeckt wurde. Mashiko, um 1960. H 10, ø 46,5 cm. In zugehöriger Holzdose (kiri). Beschriftung im Deckel: XXX Sara, Shoji und Stempel (sho).

 

 

 

 

92/336

 

Kleine Sakeflasche mit fast gerader Wandung, die sich zum Hals mit auskragender Mündung verengt. Der helle Scherben ist am ausgedrehten Fußring sichtbar. Die Flasche wurde  völlig mit einer grauen Ascheglasur bedeckt, darüber findet sich bis zum Halsansatz eine grünschwarze Glasur, die mit dem Finger streifenartig abgewischt wurde. Ein bekanntes Hamada-Design wohl aus den 50er Jahren. Mashiko, Mitte 20. Jh. H 14, ø 7,3 cm. Zugehörige Holzdose (kiri) im Deckel beschriftet: XX Shuki, Shoji und Stempel (sho).       Sold

 

 

 

 

91/379

 

Hohe, schlanke Vase zur Mündung leicht auskragend mit zwei kleinen Henkeln (Mimi). Über der farblosen Glasur angegossene weiße Strohglasur und Eisenglasur. H 20,5, ø ca. 10 cm. Holzdose, Deckel innen beschriftet 'Hanaike' und sign.: Shoji, dazu hellbraunes Siegel, das dieses Stück als ein frühes Exemplar von Hamada Shoji ausweist.      Sold

 

 

 

85/306

 

hawan, steilwandig mit dickem, gerundetem Lippenrand, wenig bauchig und abgeschrägt zum kurzen, engen Standring. Harter, fein geschlemmter, beigefarbener Scherben, größtenteils bedeckt mit einer matt glänzenden, dunkelbraunen Eisenglasur, darüber stellenweise eine dickere, leuchtend karminrote Glasur und eine zuckrige, weißlich-graue Shino-Glasur mit dunklen Eisen-Einschlüssen. H 8,1, ø 12 cm. Shifuku und Kiribako mit Inschrift: Kaki-yu, Nuka-jiro gake Chawan (Teeschale mit kakiroter Glasur teilweise mit Anguß von Reiskleie-Asche), dazu innen sign.: Shoji & Siegel: Sho.. Hamada Shoji, 1894-1978, wohl der auch im Westen bekannteste Töpfer der Mingei-Bewegung.      Sold

 

 

 

 

 

 

92/337
Signatur Holzdose 92/337
92/336
Signatur Holzdose 92/336
91/379
85/306

Harada, Togetsu (*1917)

töpfert seit 1963. Im Jahre 1994 hat er den Titel des Meisters für traditionelle, japanische Kunst (dentokogeishi) für seine Bizen Keramik bekommen und 2002 "Japanese Traditional Art Craft Life Achievement Award".  Er signiert mit "Togetsu".

94/39 

 

Vase, kugelförmig, wenig gedrückt, die Schulter durch breite Rille abgesetzt, der kurze Hals eingezogen mit wulstig endender, auschwingender Lippe, auf wenig konkavem Boden. Rotbraun gebrannter Bizen-Scherben mit feinem Ishihaze, eine Seite honigbraun getüpfelt und eine Partie mit mattem, fein gekörntem, dunkelrotem Anflug. Spur eines Nachbar-Gefäßes im Ofen. Zum Boden hin ausgeprägtes Yohen. Im Boden eingeritztes Siegel in Form einer Mondsichel. Holzdose mit Aufschrift: Bizen Tsubo und sign.: Togetsu. H 16,5, ø 18 cm.

 

 

 

 

 

 

94/39
Signatur 94/39

Hirosaki, Hiroya (*1935)

 

 

90/298

 

Kugelvase mit kleiner Öffnung mit feiner, asymmetrischer Lippe, auf weitem, niedrigem Standring. Beige-grau gebrannter, kräftig schamottierter Scherben, bis zum Standring bedeckt mit einer matt glänzenden, opaken, krakelierten, weißgrauen Mashiko-Asche-Glasur mit kobaltgrauen Flecken. Von der Öffnung zwei dickere Glasurstreifen herunterfließend. Im Boden ein Siegel: Yu. H 30 cm. Kiri-Holzdose, sign.: Aojiro yu (Blauweiß glasierter) Tsubo und innen: Hiroya und Siegel: Yu.

 

 

 

 

 

 

90/298

Isezaki, Mitsuru (*1934)

ist Bizen-Meister und  „Kulturschatz“ der Okayama-Präfektur, ältester Sohn des Isezaki, Yozan. Er signiert mit "Mitsuru" und dem Siegel "Yozan".

94/40  

 

Vase in Tokkuri-Form, eiförmig mit engem Hals und flach ausschwingender Lippe, auf kurzem, breitem Standring. Rotbraun gebrannter Bizen-Scherben mit feinem Ishihaze, die obere Hälfte mit teils schwarzem und braunem, fein geflecktem Asche-Anflug, im unteren Teil weiß-grau verfärbte Partien. In Boden geritztes Siegel: I. Holzdose mit Aufschrift: Bizen hen Tsubo Hana ike (Ungewöhnlicher Bizen-Topf zum Blumenstecken) und sign. Mitsuru und Siegel Yozan. H 22, ø 16 cm. Schüler des Isezaki Yozan. Kulturschatz von Okayama.       Sold

 

 

 

 

 

 

94/40
Signatur 94/40

Iwamoto, Tetsuya (*1960)

 

 

92/339

 

Bizen, Vase, kugelig oval, Schulter leicht abgesetzt, die kleine Öffnung nach innen abgeschrägt, auf engem, leicht konkavem Boden. Kräftig rot gebrannter Bizen-Scherben, fast bis zum Boden rauhe und geglättete Oberfläche, in der oberen Hälfte mit einem matten, rauhen, bräunlichen Asche-Anflug, an einer Seite von unten her grau-weißer, geschmolzender Asche-Anflug. Boden mit geritztem Siegel: Ya. Holzdose mit Aufschrift Bizen Tsubo und sign.: Tetsuya und Siegel: Ya. H 28, ø 27 cm.

 

 

 

 

 

 

92/339
Signatur 92/339

Kakurezaki, Ruyichi (*1950)

gilt zusammen mit Raku, Kizaemon XV als der bedeutendste lebende Töpfer und Vertreter des sog. Heisei-Stils. Seine Bizen Werke sind in bedeutenden Museen vertreten wie Victoria & Albert Museum, London und dem Metropolitan & Brooklyn Museum, beide in New York.

88/624

 

Unglasierte Bizen-Teeschale, die zunächst dickwandig gedreht wurde, um dann mit einem Trimmeisen (Hera) in eine zerklüftete Form gebracht zu werden. Der unregelmäßig geschnittene und nicht geglättete Rand ist eingezogen und der zylindrische Korpus verbreitert sich zum Boden hin, in den ein flacher Standring eingeschnitten ist. Die natürlich Glasur aus Flugasche und die anderen typischen Bizen Effekte erhöhen noch die Dramatik dieser 'Skulptur'. Die dazugehörige Holzdose ist auf der Frontseite beschriftet: Chawan? und Ryuichi mit Stempel. Kakurezaki Ruyichi gilt mit Raku Kizaemon XV als der bedeutendste lebende Töpfer und Vertreter des Heisei-Stils. H 11,4, ø 12,3 cm. Bizen, um 2000.                           Sold                                                     

 

 

 

 

89/631  

 

Grober Bizen-Scherben mit Einschlüssen zunächst aus Platten zu einer kastenartigen Form zusammengefügt und dann durch Einschnitte und Ausbrechungen zu einer geometrischen Skulptur gestaltet. Flugasche-Glasur (yakishime) im Bizenstil. H 37, Br 18, L 12 cm. Signierte Kiriholz-Dose. Museen: Metropolitan & Brooklyn Museum, N. Y., Victoria & Albert Museum, London, u. a.   Sold

 

 

 

 

 

 

88/624
89/631
Unterseite 89/631

Kamei, Miraku (1883-1956)

13. Meister der Kamei Familie von Takatori-Töpfern, wurde 1944 zu "Geijutsu Hozonsha", einem Vorläufer des "lebenden Nationalschatz" ernannt.

89/632   

 

Chawan, Typ Takatori in flacher, kugeliger Form. Sehr fein geschlemmter, heller Scherben, innen ganz und außen zu drei Vierteln bedeckt mit heller Reisstroh-Glasur. Ein Viertel der Außenwand ist mit Blumenmotiven und dem Siegel 'kiyo' gestempelt und transparent glasiert. Im unglasierten Bereich des Fußrings zwei Siegel: Taka und Miraku. H 6,8, Br 11,8 cm. Signierte Hinokiholz-Dose. Erste Hälfte 20. Jh.

 

 

 

 

 

 

89/632

Kamoda, Shoji (1933-1983)

wird der "Vorreiter der Moderne" genannt. Er begann seine Karriere in Mashiko, wo er viel im Stil frühzeitlicher Sue-Keramiken arbeitete. Später verlegte er seine Werkstatt nach Tono (Iwate). Seit ca. 1977 ist er besonders bekannt für seine in den Scherben geritzten,  geometrischen Linien in der Art von Cloisonné. Er signiert mit  "Sho". Seine Werke sind vertreten im National Museum of Modern Art, Tokyo und im National Museum, Kyoto. Siehe auch den Ausstellungs-Katalog „Kamoda Shoji - A Retrospektive“, National-Museum, Kyoto (5/2005).

89/633 

 

Chawan. Der helle, wenig eisenhaltige Scherben, der durch seine Einschlüsse an Shigaraki erinnert, wurde von Hand aus einem Klumpen zu einer großen Kumme geformt. Nach einer farblosen Glasur (innen) wurden die außen eingeritzten Bänder in einem zweiten Brand irisierend farbig glasiert. Im handgeformten Standfuss Ritzsignatur 'Sho'. H 10, ø 14 cm. Signierte & datierte Kiriholz-Dose. Museen: National Museum of Modern Art Tokyo und Kyoto, Museum Tomo, u.a. Zwei Vasen diesen Typs sind unter Nr. 145 und 146 im Katalog 'Kamoda Shoji - A Retrospektive', Nationalmuseum Kyoto 5/2005 abgebildet.        Sold

 

 

 

 

 90/297

 

Kleine Teeschale in Kummenform (Wan) auf abgesetztem, kleinen Fuß. Der sehr dünn gedrehte hellgraue Scherben innen Schwarz glasiert, außen geritzte geometrische Linien im Stil des Email-Cloisonnee mehrfarbig mit Schmelzfarben ausgefüllt. In diesem Stil hat Kamoda Shoji um 1977 gearbeitet . Tono/Iwate, ca. 1977. H 5,5, ø 10,8 cm. Im flachen Boden sign.: 'Sho'. In zugehöriger Holzdose (Kiri), im Deckel sign.: Chawan, Kamoda Shoji und schwarzer Stempel. Außenwandung beschriftet von seiner Frau 'Kamoda Shoji saku, Chawan, Kamoda Masako kan' und roter Stempel.    Sold

 

 

 

 

91/389

 

Chawan in runder Kummenform (wan), die ohne Töpferscheibe aus der Hand geformt wurde, der feinsandige Korpus ist am Rand vierfach eingekerbt an Fuss und Wandung bis auf sieben kleine Punkte unglasiert mit gekämmter Struktur; innen ist eine dünne, fleckige  Aschenglasur aufgebracht; der hohe, in der Mitte verdickte Fuß ist an vier Stellen eingekerbt, im Fußring Ritzsignatur Sho. ø 12,6, H 9,8 cm. Holzdose im Deckel beschriftet: Chawan, Kamoda Shoji, Stempel, Touno (Iwate) ca. 1976. Kamoda Shoji gilt als der Vorreiter der Moderne, seine Stücke befinden sich im  Nationalmuseum Tokyo und Kyoto, Metropolitan NY, Brooklyn, Osaka Municipal, u.a.    Sold

 

 

 

 

97/687

 

Chawan. Handgeformte Kumme mit sechseckiger Lippe und ebensolcher, flacher Standfläche. Heller Scherben, bedeckt innen mit glänzender, weißer Glasur, die Ecken betont in Hellbraun. Außen glänzend blaue, wellenförmig aufgetragene Glasur mit freigelassenen Linien, diese mit braunen Punkten. Die braun und blau abgesetzte Standfläche sign.: Shô. 1975. Kiribako, im Deckel innen beschriftet: Kamoda Shoji saku, Wan (Schale), Kamoda shoko, shiki (begutachtet) und Siegel. H 9,4, ø 13,3 cm.    Sold

 

 

 

 

 

 

89/336
Unterseite 89/633
Signatur Holzdose 89/633
90/297
90/297
Holzdose 90/297
Signatur Holzdose 90/297
91/389
91/389
Signatur 91/389
97/687
97/687
Signatur 97/687
Holzdose 97/687

Kaneshige, Toyo (1896-1967)

gilt als der Erneuerer der Bizen-Keramik und wurde 1957 zum ersten "lebenden Nationalschatz" für Bizen-Keramik ernannt. Er signiert mit "Toyo tsukuru" und benutzt das Siegel "Kaneshige".

88/620   

 

Kleine Sakeflasche in bauchiger Form mit engem, trichterförmigem Hals in einem Stück gedreht. Der feingeschlemmte, unglasierte Scherben mit wenigen kleinen Einschlüssen wurde im liegenden Brand mit reichlich Flugasche bedeckt, die durch ihre unterschiedliche Stärke, bedingt durch die Thermik im Ofen, eine dramatische Landschaft (Keshiki) bildet. Im Boden glasierte Ritz-Signatur (Kamajirushi) von Kaneshige Toyo. Die dazugehörige Holzdose auf der Vorderseite bezeichnet 'Bizen Tokkuri - Toyo tsukuru und Stempel Kaneshige, verschwommen. H 12,5, ø 9 cm. Bizen. Mitte 20. Jh.      Sold

 

 

 

 

85/307

 

Schale mit schräger, leicht bauchiger Wandung, gerundeter, teils ausgekehlter Lippe und flacher Standfläche. Schwerer, hellbraun-rötlich geschlemmter, schamottierter Scherben, der im Spiegel und auf der Standfläche markante hell- bis dunkelrote sog. 'hidasuki' (Strohasche) Spuren zeigt. Zusätzlich auf der Innenwand ein umlaufendes, eingeritztes Wellenband. Auf der Standfläche tief eingeritzte Signatur: To des im Jahre 1956 zum "Lebenden Nationalschatz" ernannten Kaneshige Toyo. ø 35,8, H 7,3 cm. Kiribako mit Inschrift: Bizen Hidasuki Hitai Kane und links unten sign.: Toyo tsukuru & Siegel: Toyo.

 

 

 

 

93/303

 

Kleine Bizen-Hängevase in konischer Form mit eingezogener Öfffnung. Der unglasierte, leicht körnige Scherben mit etwas Flugasche. Auf der Schulter ein Loch für eine Metallöse zum Aufhängen, darunter ungelesene Ritzsignatur. Bizen, 20. Jh. H 9,5, ø 11,7 cm. Kiriholzdose, außen Siegel und sign.: Toyo.    Sold

 

 

 

 

98/570

 

Kogo, unregelmäßige Würfelform, innen rund ausgehöhlt. Der eisenhaltige, feine Bizen-Scherben ist unglasiert und durch Ascheanflug und Feuerwechsel (yohen) verfärbt. Signatur im Boden: Kaneshige. H 4,6, Br 3 cm. Kiri-HD, auf dem Deckel beschriftet: Bizen Shikaku Kogo Toyo zo und schwarzes Siegel: Kaneshige.      Sold

 

 

 

 

 

 

88/620
85/307
Signatur Holzdose 85/307
Holzdose 85/307
93/303
98/570
98/570
Holzdose 98/570

Kato, Shuntai (1799-1878)

gilt als einer der bedeutendsten japanischen Keramikkünstler der Moderne. Er hat viele, verschiedene Stile japanischer Keramik ausprobiert. Unter sog. "Shuntai-Yaki" versteht man aber meistens die Arbeiten mit Flambé- und Craquelé-Glasur. Seine Arbeiten sind in vielen Museen in Japan und USA vertreten, z.B. im National Museum of Modern Art, Tokyo und Kyoto, Museum Tomo, u.a.

90/283   

 

Fast zylindrische Teeschale auf flachem Standring. Der stark eisenhaltige Scherben auf der Außenwandung geritzt, gestempelt und eingedrückte Schnurmuster. Die Vertiefungen mit weißer Engobe eingelegt und darüber glasiert. Innen bis auf einige Engobeflecken undekoriert. Im Fußring Stempel 'Shuntai'. Die Schale ist inspriert von der berühmten 'Mishimaoke' aus dem Nachlass Sen no Rikyus. Seto, 19. Jh. H 7,2, ø 10,2 cm. Mit Seidenbeutel und zugehöriger Holzdose, im Deckel Gutachten 'Shuntai saku, Mishimaoke' mit Signatur und Stempel von Kato Shunji, ein Nachfolger von Kato Shuntai. Museen: Metropolitan, Tokyo National, Freer, Ostasiatiska, Lit.: Roberts, Japanese Artists p158; Jenyns (2) p90f.         Sold

 

 

 

 

 

 

90/283
Signatur 90/283

Kato, Shunto (1916-2005)

ist, wie sein Bruder Shuntei II., ein namhafter Vertreter der modernen Seto Keramik. Er signiert: "Shunto".

90/291

 

Schlanke Vase auf abgesetztem Standring. Der typische Seto-Scherben vertikal mit dem Messer eingeritzt, darüber eine hellgraue Shino-Glasur. Seto, ca. 1965. H 20,9, ø 9,7 cm. In Holzdose (Sugi), auf dem Schubdeckel außen beschriftet 'Shino hanaire' und innen sign.: Shunto und rotes Siegel.

 

 

 

 

 

 

90/291

Kato, Tokuro (1898-1985)

gehört zur „Urzelle“ der Momoyama-Renaissance (die anderen sind: Kaneshige, Toyo; Arakawa, Toyozo; Fujiwara, Kei; Nakasato, Muan; Miwa, Kyuwa; Kitaoji, Rosanjin; Koyama, Fujio und Kawakita, Handeshi) und ist einer der bedeutendsten Töpfer des 20. Jhts. weltweit.  Die Ernennung zum "lebenden Nationalschatz“ lehnte er ab. Seine Arbeiten, vorwiegend im Mino-Stil,  sind in fast allen Museen der Welt vertreten, die alte japanische Keramiken sammeln. Er signiert mit "Tokuro tsukuru".

89/634                                                                                                  

 

Setokuro-Chawan aus einem hellen, groben Mino-Scherben auf einer handbetriebenen Töpferscheibe schell zu einer unregelmässigen, zylindischen Form hochgezogen und mit glänzender, schwarzer Glasur angegossen. Neben dem flüchtig ausgedrehten Standfuss Ritzsignatur 'K'. H 11, Br 12 - 15 cm. In doppelter Kiriholz-Dosen von höchster Qualität (feine, senkrecht verarbeitete Maserung, gewölbter Deckel, Bretter aus einem Stück), beide signiert und die äußere mit einer Bestätigung des Sohnes Kato Shigetaka. In fast allen Museen, die moderne Keramiken sammeln, vertreten!      Sold

 

 

 

 

91/382

 

Chaire in zylindrischer Form mit zwei kleinen Henkeln. Der feine, eisenhaltige Scherben in den oberen fünf Sechsteln mit glänzend schwarzer Eisenglasur (tenmuku) bedeckt. Auf der Schulter und linken Vorderseite Reisasche-Glasur angegossen, die in der Art des Chosenkaratsu verlaufen ist. Im Boden kreisförmige Spuren des Schneidedrahtes und Ritzsignatur 'Ichimu'. ø 6,3, H 8,7 cm. Die Holzdose auf der Seite beschriftet: Karatsu Chaire Tokuro tsukuru, im Deckel innen ungelesene Inschrift eines Mönches (Tokuro tsukuru, karatsu mimitsuke chaire, mei: matsu (sho) ..... (kao), äussere Lackdose mit Aufkleber; Seidenbeutel (shifuku) und Elfenbeindeckel: Kato Tokuro, Karatsu Chaire. Kato Tokuro war einer der bedeutendsten Töpfer des 20. Jh.      Sold

 

 

 

 

 

91/383                                                                                                    

 

Chawan in flacher, zylindrischer Form (hanzutsu). Der mit gemahlenem Bims oder Schamott versetzte, graubraune Scherben ist bis auf den kleinen, sehr flachen Standring und die ihn umgebende Hälfte des Bodens mit einer glänzend schwarzen Glasur angegossen. In der Nähe der Mündung sind innen und außen Spuren der Rakuzange zu sehen, mit der die Teeschale bei über 1.300 Grad zur raschen Abkühlung aus dem Ofen genommen wurde. Neben dem Fußring Ritzsignatur 'Ichimu'. ø 12-12,5, H 8,4 cm. Die innere Holzdose auf dem Deckel beschriftet: Kuro Chawan, Tokuro saku (Siegel); innen Inschrift von Shimizu Kosho (1911-99), dem früheren Abt des Todaiji in Nara: mei ...kaze (fu); Todaiji kosho Siegel (Kosho). In Seidenbeutel und -polstern (hashira); äussere Holzdose lackiert, unbeschriftet. Kato Tokuro war einer der führenden modernen japanischen Töpfer und ist in fast allen Museen der Welt vertreten.     Sold

 

 

 

 

 

 

 

97/688 

 

Seto-Kuro Chawan, unregelmäßig zylindrische Form mit abgerundetem Boden, die Wandung mit der Hera umlaufend eingeschnitten, auf flachem, doppeltem Fußring. Heller, sandiger Scherben, bedeckt mit einer matt bis glänzenden, braun-schwarzen Glasur. Unter der Glasur eingeritzt zwei Farnsprossen und ein abstrahiertes Zeichen. Im Boden sign.: Ichimu (Kato Tokuro). 2. H. 20. Jh. H 10,5, ø 12,7 cm. Doppelte Kiribako, die Innere auf dem Deckel beschriftet außen: Setokuro Chawan Ichimu-sai und Siegel, innen: Na Shunun Tomosu (Name des Chawan: Frühlingswolke).     Sold

 

 

 

 

 

 

89/634
91/382
Signatur 91/382
91/383
Holzdose 91/383
Holzdose 91/383
Signatur 91/383
97/688
Signatur Holzdose 97/688

Handeishi, Kawakita (1878-1963)

stammte aus einer wohlhabenden Familie aus Osaka, die Elektrizitätswerke (heute: Chubu Electric Power), Versicherungen und Banken besaß. Er wuchs auf unter starkem Einfluss der Ästhetik der Teezeremonie und begann um 1912 zu töpfern. Er bezeichnete sich immer als Amateur, eine Tradition, die sich jedoch bis zu dem  berühmten Koetsu, Honami (1558-1637) zurückführen lässt. Unter seinen Freunden waren so berühmte Töpfer wie Arakawa, Toyozo; Kato, Tokuro und Koyama, Fujio. Er selbst blieb stets seinem Prinzip treu, nur zu seiner eigenen Freude zu töpfern.

92/338

 

Chawan. Teeschale in steilwandiger Kummenform (wan) mit leicht auskragender Mündung. Grober, stark eisenhaltiger Scherben bis auf den Fuß mit einer fast schwarzen Eisenglasur bedeckt, darüber helle Reisascheglasur.  Karatsu, Chosen-Karatsu-Stil, Tsu (Ise) ca. 1950. H 7,6, ø 11,1 cm. Holzdose außen beschriftet: Handeshi und Signatur (kao). Im Deckel: Handeshi saku, Chosen fu, chawan, Signatur (kao) Soshitsu XIV., Tantansai (1893-1964).

 

 

 

 

94/37

 

Chawan in Kummenform mit steiler Wandung und leicht ausschwingender Lippe. Stark eisenhaltiger Scherben, bedeckt mit einer schwarzen Asche- und darüber einer kräftig gelben Reisasche-Glasur. H 7, ø 11,3 cm. Holzdose Deckel innen signiert und beschriftet: Handeishi saku, Karatsu fu Chawan und von Tantansai Soshitsu XIV (1893-1964) der Urasenke. Holzdose sign.: Handeishi.

 

 

 

 

 

 

92/338
94/37

Kerstan, Horst (1941-2005)

wurde 1941 in Frankfurt/Main geboren. Seine Lehre als Porzellanmaler absolvierte er 1956 in der Hoechster Porzellanmanufaktur und besuchte darauf von 1957-1959 die Werkkunstschule Offenbach zum Keramikstudium. Er war Schüler von Richard Bampi in Kandernund unternahm 1970 seine erste Studienreise nach Japan. 1977 erbaute er den ersten Anagama-Holzfeuer-Brennofen für Ascheanflug in Deutschland. 

Horst Kerstan erhielt seit 1967 zahlreiche Auszeichnungen, darunter vier Staatspreise (u.a Baden-Württemberg). Arbeiten von ihm befinden sich in vielen öffentlichen und privaten Sammlungen.

 

Knäpper-Ausstellung/15

 

Horst Kerstan, 1941-2005. Gefäß - sog. Breitfuß-Gefäß - auf breitem, flachem Fuß, zum kurzen Hals hin leicht eingezogen mit gewölbter Schulter. Beigefarbener, teils grau gebrannter Scherben, ganz bedeckt mit einer beige-grünlichen, teils tropfenden und stellenweise hellrot-braunen, natürlichen Aschenanflug-Glasur. Signiert: Kerstan und Stempel: K. datiert 12. 5. 92. Aus einem 7-Tage-Holzbrand. H 18, Br 24 cm.

 

 

 

 

Knäpper-Ausstellung/16

 

Horst Kerstan (1941-2005). Vase, eiförmig mit nach innen gezogener, gerundeter Mündung auf engem, flachem, leicht konkavem Boden mit Itokiri. Fein schamottierter, heller Scherben, im Holzbrand bedeckt mit teils kräftig orangeroter Glasur, im oberen Teil mit fein getüpfeltem, dunklem Ascheanflug, stellenweise grau und an einer Stelle bis zum Boden herablaufend, stellenweise tropfend. Der Boden zeigt Spuren einer dreiteiligen Brandstütze. Im Boden runder Stempel K und geritzter Signatur, datiert 26. 5. 1980. H 19, ø 18 cm.

 

 

 

 

Knäpper-Ausstellung/17

 

Kerstan, Horst (1941-2005). Teeschale, bauchig, zum dünnen Lippenrand leicht eingezogen, Wandung fein gedreht und wenig asymmetrisch auf hohem, sog. Bambusknoten-Fußring. Schamottierter Scherben mit Aschenanflug-Glasur (goma), hellen Quarzausblühungen (ishihaze) und im Feuer rot verfärbt (hi-iro). Im Bodenk %-förmiges Motiv durch Abdeckung während des Brandes. Mit eingedrücktem Siegel 'K' bezeichnet und signiert in Gravur: Kerstan 21.8.88. H 8, ø 13 cm.

 

 

 

 

Knäpper-Ausstellung/18

 

Kerstan, Horst (1941-2005). Teeschale, Typ Raku, gedreht  mit gerader Wandung mit kaum wahrnehmbarer Taille und etwas zur feinen Lippe hin eingezogen, auf flachem, breitem Standring. Schamottierter, weißlicher Scherben, innen und außen bis zur Mitte hin bedeckt mit einer matt glänzenden, transparenten, krakelierten, milchig weißen, am Rand troppfenden Überglasur, innen an einer Seite starkes, dunkles Krakelée und stellenweise bläulich. Die untere Hälfte außen ist bis auf Standring bedeckt mit einer glänzend schwarzen, irisierenden, teils kupferfarben schimmernden Glasur mit geschmolzenen, feinen Blasen. Fußring anthrazitfarben vom Abräuchern. Bez. mit Stempel K auf der Unterseite, von der Glasur verdeckt. H 12, ø 8 cm.

 

 

 

 

Knäpper-Ausstellung/19

 

Kerstan, Horst (1941-2005). Schale mit weit ausschwingender Wandung auf geradem, hohem Standring. Feiner, grauer, porzellan-artiger Scherben, bis auf das Innere des Standrings bedeckt mit stark eisenhaltiger, fein in Braun- und Anthrazith-Tönen gefleckter sog. Kaki-Temmoku-Glasur. Innen in aufgegossener, himbeer-farbener Glasur Dekor, eine Kalligrafie suggerierend. Sign. mit Stempel K und in Eisenbraun: Kerstan 1984. H 6, ø 18 cm.

 

 

 

 

Knäpper-Ausstellung/20

 

Kerstan, Horst (1941-2005). Vase, eiförmig, die Schulter abgesetzt zum hohen Hals mit ausschwingender Lippe, auf flachem Standboden mit Itokiri. Grauer, porzellan-artig gebrannter Scherben, bis zum Boden bedeckt mit einer im oberen Teil graugrünen, unten honigbraunen Aschenglasur. Die Wandung ist dekoriert mit zwei breiten Bordüren mit schnell skizzierten, schräg angeordneten Blättern getrennt durch feine Linien in schwarzer und kaki-roter Glasurmalerei. Im Boden bez. mit Stempel: K. H 17, ø 11 cm.

 

 

 

 

 

Knäpper-Ausstellung/21

 

Kerstan, Horst (1941-2005). Kleines Räuchergefäß (koro), zylindrisch mir dicker, nach unten leicht ausschwingender Wandung, mit breiter, nach innen abgeschrägter, leicht gewellter Lippe, auf hohem, weiten Standring. Fein geschlemmter, hellgrau gebrannter Scherben, bis auf den Fußring bedeckt mit einer glänzenden, muschelförmig krakelierter, dunkel blaugrüner sog. Seiji (Seladon)-Glasur. Außen unter der Lippe drei im Brand nach unten verlaufene Temmoku-Glasurspritzer. Im Boden Stempel: K. H 10, ø 7,5 cm.

 

 

 

 

100/1071

 

Horst Kerstan, 1941 - 2005. Kalebassenvase, bauchig mit enger Taille, die kurze Lippe der engen Öffnung nach außen abgeschrägt auf flachem Hohlboden mit breitem Standring, dieser mit Itokiri. Sandiger, lederfarben gebrannter Scherben, auf der Töpferscheibe gedreht und geglättet, bedeckt mit mattem, gelblichem bis bräunlichem Ascheanflug, an einer Seite sandig rauh, abwechselnd mit  glänzenden, eisenroten Partien. Im Boden Ritz-Signatur: Kerstan 1986. H 29,2 cm.

 

 

 

 

 

 

Knäpper/15
Knäpper/15
Boden Knäpper/15
Knäpper/16
Knäpper/16
Signatur Knäpper/16
Knäpper/17
Knäpper/17
Knäpper/17
Signatur Knäpper/17
Knäpper/18
Knäpper/18
Knäpper/18
Boden Knäpper/18
Knäpper/19
Signatur Knäpper/19
Knäpper/20
Knäpper/20
Signatur Knäpper/20
Knäpper/21
Signatur Knäpper/21
100/1071

Kimura, Chojiro Yukei (*1930)

benutzt die Signatur "Chojiro Yukei saku".

 

92/341

 

Räucherstäbchen-Set. Behälter für Räucherstäbchen in Form eines schlanken Kürbis mit vollplastischem Blätterzweig. Bizen-Steinzeug, L 26,3 cm. Dazu: Halter für die brennenden Stäbchen in Form einer Schnecke mit ihrem Haus. In Holzdose, bez.: Bizen Kaorizutsu (Räucherzylinder) & Siegel: Honyo (echter Ofen) & sign.: Yukei saku und Siegel: Yukei. Beide Stücke mit Töpfersiegel: Cho.

 

 

 

 

98/571

 

Tokkuri auf breitem Boden mit engem Hals und wulstig geformter, ausgestellter Lippe. Rotbraun gebrannter Bizen-Scherben mit feinem Ishihaze mit honiggelbem Asche-Anflug, eine Partie grau-weiß geronnen mit roten Yonen-Stellen, ebenso am Boden. Im Boden geritztes Siegel. H 19,5, ø 18 cm. HD mit Auschrift: Bizen -Tokkuri & Signatur: Chojiro Yukei saku und Siegel Yukei. Hierbei handelt es sich um den 15. Kamamoto des Bizen Korakuen Ofens. Katsura Matazaburo 'Bizen-yaki no Kantei', S. 240.

 

 

 

 

 

 

92/341
Signatur 92/341
98/571
Signatur 98/571

Kimura, Tozan XVII (*1942)

ist Bizen-Töpfer und signiert mit "Tozan tsukuri".

 

90/285

 

Bizen-Vase. Blumenvase in bauchiger Halbkugelform mit schlankem Hals und angesetzten Ohren (Mimi), auf der Schulter ringförmig abgesetzt. Feiner, unglasierter, grauer Bizen-Scherben (Yakishime) mit reichlich grauer Flugasche und Brandverfärbungen. Im Boden Ritzmarke. H 21,6, ø 17,2 cm. In Holzdose (Kiri), auf dem Deckel beschriftet 'Bizen hanaire' und sign.: Tozan tsukuri und Siegel.

 

 

 

 

 

 

90/285

Kinkozan, Zo

war ein berühmter Satsuma-Künstler der Meiji-Zeit aus Kyoto und erhielt mehrere Preise für seine Keramiken auf internationalen Ausstellungen wie die Gold-Medaille bei der Welt-Ausstellung in Paris 1900. Er ist bekannt für sehr feine Arbeiten mit aufwendigem Dekor und reichhaltigem Goldauftrag.

 

88/628

 

Vase in Balusterform mit kurzem, ausschwingendem Hals mit gerundetem Rand, auf einem ebenfalls ausschwingenden Fuß mit breitem,geradem Rand. Fein getöpfertes sog. Satsuma-Porzellan. Auf zwei großen, rechteckigen Kartuschen in exquisit feiner Email-Malerei eine detailgetreue Landschaft mit Damen mit Kindern in einer mit Iris bewachsenen Gartenlandschaft unter blühenden Glyzinien auf der einen und Flucht Kraniche über einem Shinto-Schrein inmitten eines Dorfes, im Hintergrund die schneebedeckte Spitze des Fuji-Berges. Auf den Schmalseiten in feiner, reliefierter Gold-Malerei je ein Ho-Vogel auf dichtem Ranken-Fond über je zwei wie Gedichtblätter übereinander gelegten Kartuschen, die auf einem dunkelblauen Fond in Gold gemalte Landschaften zeigen - in Anlehnung an Lack-Malerei, Mura-Nashiji suggerierend. Auf der Schulter breite Bordüre mit springenden Shishi über Blüten. Der Fuß und der Hals mit weiteren Bordüren geschmückt mit lockeren Blumen am Fuß und dichten Blüten am Hals und dichte, goldene Ranken auf der Lippe. In Gold auf rotbraunem Fond sign.: Kinkozan zo. Die außerordentliche Qualität der Malerei legt eine Zuschreibung ans 'Sozan' sehr nahe. Wohl zwischen 1900 und 1910 entstanden, in der Zeit als Kinkozan und sein Satsuma-Ofen auf den internationalen Ausstellungen regelmäßig die wichtigsten Preise erhielten, so die Gold-Medaille in Paris 1900 und den prestigträchtigen Grand Prize in Hanoi 1902, St. Louis 1904, Liege 1905, Milano 1906, Russland 1908, Alaska 1909, London 1910 und Turin 1912. Das belegt auch die anhaltend hohe Qualität der Arbeiten dieses Ateliers. H 42,5 cm.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 99/567

 

Langhalsvase mit ausschwingender, wulstiger Lippe, der flach gedrückte, sehr stark ausschwingende Leib kantig abgesetzt, Unterseite bauchig auf flachem, weitem Standring mit Hohlboden. Satsuma-Steinzeug, dunkelblau glasiert, geschmückt mit feinem Blumen-Dekor in Gold. Auf zwei ausgesparten, trapezförmigen Kartuschen in minutiöser, farbiger Email-Malerei Samurai mit seinen Söhnen eine herbstliche Landschaft betrachtend und ein dörfliches Fest zur Kirschblüte. Im Boden Marke in Gold: Kinkozan-zo. Meiji. H 14,5, ø 11,5 cm.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

88/628
88/628
Signatur 88/628
99/567
Signatur 99/567

Kita, Kazuaki (*1934)

Philosoph, Kalligraph und Töpfer. Seine Werke sind u.a. vertreten im British Museum und Viktoria & Albert- Museum in London.

 

94/41

 

Gosu-Chawan in Kummenform mit weit ausschwingender Wandung auf hohem, engem Fußring. Sandiger, lederfarben gebrannter Scherben, bis auf den Fußring bedeckt mit einer glänzenden, krakelierten, opak weißen Asche-Feldspat-Glasur. In Unterglasur-Eisen innen eine ungelesene Kalligraphie, die Lippe mit Kupfergrün. Holzdose im Deckel signiert: Kita Kazuaki saku. H 9,3, ø 12,6 cm.

 

 

 

 

 

 

94/41
Signatur 94/41
Signatur Holzdose 94/41

Kitaoji, Rosanjin (1883-1959)

war ein sehr bedeutender Töpfer des 20. Jhts. Die Ernennung zum "lebendem Nationalschatz" hat er zurückgewiesen. Seine Stücke sind vertreten im MOMA, N.Y. und in Museen von Brooklyn, N.Y.; Fine Arts, San Francisco usw.

 

91/378

 

Chawan, Aka-E
Aka-E Chawan in flacher, zylindrischer Form (hanzutsu), wie sie eher für Shino typisch ist, der sandige Scherben mit Einschlüssen ist bis auf Fußring und Boden mit einer dünnen Glasur aus Asche und Feldspat überzogen, darauf in grünen und roten Schmelzfarben florale Dekoration im chinesischen Stil (gosu-akae), neben dem Fußring Ritzsignatur? ø 13,2, H 8 cm. Holzdose auf der Seite beschriftet, im Deckel ungelesene Inschrift eines Mönches oder Teemeisters: Aka-e Chawan, Rosanjin Stempel, Kamakura um 1950.

 

 

 

 

92/343

 

Rosanjin, Kitaoji (1883-1959) - Sakazuki.
Sakebecher mit gebauchter Wandung auf weitem, leicht eingezogenem Standring. Porzellan mit skizzenhafter Darstellung von blühenden Kamelien und einem Schmetterling in Unterglasur-Kobalt-Blau. H 4, ø 6 cm. Im Boden sign.: Rosanjin. Holzdose, bez.: Sakazuki, Rosanjin.

 

 

 

 

93/305

 

Oribe Teller. Freihändig aus einer Tonscheibe gedrückter, rechteckiger Teller. Der nur an den vier Brandstützen-Narben im Boden sichtbare sandige, helle Scherben ganz bedeckt mit einer Asche-Feldspatglasur und an einer der abgeschrägten Ecken mit Kupfergrün angegossen, unter der Glasur in grober, freier Strichführung Gräser in Eisenoxyd; am Boden geritzte Sign.: Rosanjin. Kamakura, ca. 1925. H 3,8, 19,5 x 19,5 cm.

 

 

 

 

93/306

 

Shino Mizusashi, großes Wassergefäß in Pfeilkerbenform (Yahazuguchi). Scherben bis zum Boden strukturiert mit Schurmarken und bedeckt mit einer körnigen Shino-Glasur, die einen zu hohen Anteil an Asche hat (wie für die Taisho-Zeit üblich). Im unteren Drittel unter der Glasur das klassische Dango-Reisknödel-Motiv der Momoyama-Zeit. Deckel en suite. Im Boden ungelesene Ritzmarke. Kamakura, ca. 1925. H 21,4, ø 21 cm. Kiriholz-Dose, außen auf der Seite bezeichnet: Shino Jidai Mizusashi, Rosanjin und Stempel, im Deckel: Rosanjin no saku, Totoan hachijuni-sai (1986) und Stempel: Kuroda Ryouji (Totoan I. 1905-1987).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

91/378
Holzdose 91/378
Signatur Holzdose 91/378
92/343
Signatur 92/343
93/305
Signatur 93/305
93/306

Kiyomizu, Rokubei V (1875-1959)

ist einer der führenden Töpfer der Vorkriegszeit, Träger des Kulturordens und Mitglied der kaiserlichen Kunstakademie. Er arbeitete in Kiyomizu und signiert mit "Kiyo". Seine Stücke befinden sich im Victoria & Albert Museum, London; Metropolitan Museum, N.Y.; National Museum, Tokyo und Kyoto.

 

88/617

 

In Temmokuform gedrehte und nachträglich verformte (Kutsugata) Schale für Süssigkeiten zur Teezeremonie. Der Standring ist eingekerbt (Warikodai). Der grobe, sandige Scherben (wohl Shigaraki) zunächst völlig bedeckt mit einer dünnen Aschenglasur, die von dem leichten Eisengehalt des Scherbens im Brand gelb verfärbt wurde. Innen und in der oberen Hälfte außen ein zweites Mal glasiert. Neben dem Standring gestempelt mit dem 'Kiyo'-Stempel des fünften Rokubei (1875-1959). Dazugehörige Holzdose bezeichnet: Ki-Irabo Hachi - Signatur und Stempel von Rokubei V. (einer der führenden Töpfer der Vorkriegszeit und Träger des Kulturordens). H 10, ø 21 cm. Erste Hälfte 20. Jh.

 

 

 

 

91/376

 

Mizusashi. Sog. Chosen-Karatsu Mizusashi mit Lackdeckel. Steilwandig, unter der Mündung leicht eingezogen ohne Fußring. Der grobe, Karatsu-artige Scherben ist bis 3 cm über dem Boden mit einer tiefschwarzen Eisenglasur (tenmoku) bedeckt. Am oberen Rand wurde eine Reisasche-Glasur aufgetragen die streifenförmig verlaufen ist. Im Boden Stempel 'kyo' im Sechseck und Ritzsignatur 'Rokubei'. Die Holzdose auf der Seite beschriftet: Karatsu X Mizusashi Rokubei & sechseckiges Siegel (kyo). ø 14,5, H 17,2 cm. 1. H. 20. Jh. Im Deckel ungelesene Inschrift eines Abtes.

 

 

 

 

92/342

 

Chawan. Steilwandige, fast zylindrische Teeschale mit abgerundetem Boden und abgesetztem Standring. Der Scherben ist halb/halb mit grauer Asche- und weißer Feldspatglasur überzogen. Darunter ein flüchtiger aufgetragener Dekor aus Kiefernstämmen- und ästen in Eisenoxyd, die Kiefernnadeln in Aufglasurgrün, dazwischen dunstartige Vergoldung (Kenzan-Stil). Im Fussring Stempel: Kiyo. Kyoto, um 1960. H 7,3, ø 11,9 cm. Zugehörige Holzdose auf dem Deckel beschriftet: Matsu … Chawan, im Deckel: rokudai Rokubei saku shichidai Rokubei kan und Stempel Kiyo - Rokubei VII. bestätigt, dass Rokubei VI. die Schale gefertigt hat.

 

 

 

 

93/304

 

Oribe Kutsu Chawan in sog. Schuhform (Kutsugata). Bis auf den Boden und eine Stelle auf dem Leib freilassend bedeckt mit einer scharzen, irisierenden Tenmoku-Glasur. Der unglasierte Boden ist mit dem Messer (Hera) geglättet und der Standring fast quadratisch herausgeschnitten. Der von Glasur unbedeckte Teil und unter der Glasur mit gravierten Linien und Kreisen, bis ins Schaleninnere. Im Boden sign.: Rokubei. M. 20. Jh. H 7,3, ø 10 X 14,7 cm.

 

 

 

 

 

 

88/617
Signatur Holzdose 88/617
Signatur 88/617
91/376
Holzdose 91/376
Signatur Holzdose 91/376
92/342
93/304
Signatur 93/304

Knäpper, Gerd (1943-2012)

Schüler von Suzuki Seisei und Shimaoka Tatsuzo, seit Ende der 1960er Jahre in Mashiko, Japan. Er erhielt  folgende Auszeichnungen: 1971 den Preis des jap. Erziehungsministers und Keramikpreis der Mainichi Tageszeitung. 1986 den Preis des Premierministers in der Ausstellung für zeitgenössisches Kunsthandwerk.

 

Zwischen Japan und Deutschland - Zum Tod des Keramikers Gerd Knäpper

„Meine Arbeit soll dazu dienen, in der Keramikkunst eine Brücke der Verständigung zwischen Ost und West zu bilden und Freunden der japanischen Kunst meine Interpretation der japanischen Keramikkunst vorzustellen (...)“. 

Dieses Credo bestimmte die vergangenen vierzig Jahre im Leben des Keramikers Gerd Knäpper. 

1943 in Wuppertal geboren war er nach Lehr- und Wanderjahren durch Europa, Nordafrika, Asien und die U.S.A. 1967 nach Japan gekommen. Auf Empfehlung von Bernard Leach, dem bedeutenden Lehrer und Vermittler zwischen europäischer und ostasiatischer Kunst studierte er bei Shimaoka Tatsuzo, einem hoch angesehenen japanischen Keramiklehrer, der später zum lebenden Nationalschatz ernannt wurde. 

1969 gründete Knäpper dort in Mashiko mit Shimaokas Unterstützung seine erste Werkstatt - die erste Keramik-Werkstatt eines Europäers in Japan. 

Mit dem legendären Gewinn des 1. Preises der Biennale „Japan Ceramic Art Exhibition“ in Tokyo, den ihm 1971 die Juroren in verdeckter Bewertung für die beste traditionelle japanische Keramik zusprachen, wird er schlagartig berühmt.
 Seit 1975 lebte er mit seiner Familie auf dem Tarosaka Hof in Daigo, Präfektur Ibaraki auf der Insel Honshu. Das weitläufige Anwesen beherbergt sein Atelier mit einem traditionellen japanischen Vierkammer-Brennofen (noborigama) und einen Ausstellungsraum.

Auch in der ländlichen Abgeschiedenheit des Tarosaka Hofs behielt der Künstler sein Gespür für Strömungen und Bewegungen in der Kunst. Er pflegte seine weltweiten Kontakte, hielt Gastvorlesungen und Workshops in Europa , Asien und den U.S.A.. International bedeutende Museen zeigten seine Arbeiten. 

In Japan, dem Land, das ihm zur Heimat geworden ist, genießt Knäpper hohes Ansehen. Mit seinen der japanischen Tradition und moderner individueller Gestaltungskraft verbundenen Objekten, den Großplastiken und bauplastischen Schöpfungen zählt er zu den international renommierten Keramikern unserer Zeit.

Durch das Beben im März 2011 wurde auch sein Lebensmittelpunkt, die Tarosaka Studios, erschüttert mit Zerstörungen an Haus und Werkstatt. Gerd Knäpper, damals bereits erkrankt, überstand die Katastrophe zusammen mit seiner Familie. 

Voller Tatkraft versuchte er, die Folgen von Erdbeben und Atomunglück zu überwinden.

Im Oktober 2011 reiste er nach Deutschland. In der „Matineenreihe zur Keramik“ auf Schloss Villa Ludwigshöhe in Edenkoben beschrieb er seinen künstlerischen Weg von Europa nach Japan. 

Einige Tage später wurde der Künstler im Rahmen der Ausstellungseröffnung „Ferne Gefährten – 150 Jahre deutsch-japanische Beziehungen“ in den Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen - Museen der Weltkulturen in Würdigung seines „bisherigen und zukunftsweisenden (...) Engagements für die Pflege und Vertiefung des deutsch-japanischen Verhältnisses auf dem Gebiet des Kulturaustausches“ mit der Dankesurkunde des Botschafters der Bundesrepublik Deutschland in Japan ausgezeichnet. Gerd Knäpper war bei dieser großen interkulturell angelegten Schau als einziger Keramiker mit einer Werkübersicht vertreten.


 Neben dem ihm 1991 verliehenen Bundesverdienstkreuz war diese Urkunde für Gerd Knäpper wieder Bestätigung und Unterstützung seines großen Anliegens der kulturellen Verständigung zwischen Japan und Deutschland. Claudius Müller, Direktor des Staatlichen Museums für Völkerkunde, München, sieht Knäpper „in einer Reihe mit den großen Vermittlern zwischen diesen Kulturen wie Philipp Franz von Siebold, dem geistigen Stammvater und ideellen Gründer des Münchner Völkerkundemuseums (...)“ (Katalog München, 2008, S.10).

Zurück in Japan verschlechterte sich sein Gesundheitszustand, Gerd Knäpper starb am 2. November 2012.

© Ingrid Vetter

 

 

 

 

 

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Gerd Knäpper (1943-2012). Achteckige, flache Schale mit senkrechtem Rand. Lederfarben gebrannter Scherben mit Aschenanflug-Glasur und skizzenhafte Bemalung in Blau und Braun. Bezeichnet mit Siegel: GK. Daigo, ca. 1975. H 3,5, ø 25 cm. Gerd Knäpper : Clay Works, Nr. 61 und 204 unten.

 

 

 

 

98/573

 

Gerd Knäpper (1943-2012). Vase bauchig mit geradem, hohem Hals, ganz bedeckt mit Seigaiha-Wellenmuster in Kerbschnitt. Feiner, sandiger, hell gebrannter Scherben, bedeckt mit hell beigefarbenem Goma-Ascheanschlag, der Scherben darunter kräftig eisenrot verfärbt. Innen ganz bedeckt mit glänzender, tansparenter, krakelierter Glasur. Daigo, 1980er Jahre. H 39,5, ø 25 cm. Gerd Knäpper "Clay Works"  Nr. 113 und 168.

 

 

 

 

98/574

 

Gerd Knäpper (1943-2012). Vase, eiförmig mit enger Öffnung auf flachem, weitem Standring. Hart gebrannter, lederfarbener Scherben mit zweiseitigem, grünlich beigefarbenem Goma-Ascheanflug auf eisenrot verfärbtem Grund. Im Boden Töpfermarke von Gerd Knäpper. Daigo, 1980er Jahre. H 30,2, ø 22 cm. Gerd Knäpper : Clay Works, Nr. 140.

 

 

 

 

98/577

 

Gerd Knäpper (1943-2012). Große Vase, fast halbmondförmig mit ovaler Öffnung, stehend auf zwei 2,5 cm breiten Stegen. Schwerer, beigefarbener Scherben, teils rot oxydiert. Aufgebaut mit starker Wandung, diese mit den typischen tiefen Kerben. Teil einer Serie "Torso". Ritz-Signatur: Daigo, dat. 1987 & Siegel: GK. H 40, Br 48,5, T 27 cm. Bei dem Transport von Japan nach Deutschland kleinere Best. an den Scheiteln der Kerbschnitte. Gerd Knäpper : Clay Works, Nr. 141. Nachlass Claus und Ruth-Ursula Correns, gesammelt in Japan ab 1960.

 

 

 

 

98/577A

 

Gerd Knäpper (1943-2012). Bauchiger Henkelkrug mit engem Hals, abgesetzter Mündung und geschwungenem Henkel auf kleinem Fußring. Lederbraun gebrannter Mashiko-Scherben, bis zum Fußring bedeckt mit einer glänzenden, zweifach getauchten Kaki-Eisenglasur, die im oberen Teil schwarz ist. Neben dem Fußring Töpfersiegel: GK. Beiligendes Papier von Künstler sign. und datiert: 1971. Mashiko. H 39,5, ø 19 cm. Gerd Knäpper : Clay Works, Nr. 241.

 

 

 

 

100/1064

 

Gerd Knäpper, 1943-2012. Grosser Teller wie eine Chrysanthemenblüte mit radial angelegten, wenig gebogenen Blütenblättern mit scharfen, erhabenen Kanten, auf breitem, kurzem Standring. Sandiger, beige-braun gebrannter Scherben, innen mit gelbem Goma-Asche-Anflug. Im Boden eingeritzt: GK 1987 Daigyo. ø 62 cm. Mit Präsentations-Gestell aus Holz. Minimale Gebrauchsspuren.

 

 

 

 

 

 

98/572
98/573
98/574
Signatur 98/574
98/577
98/577A
100/1064

Kokuryo, Toshihito (* 1939)

stammt aus Kyoto und war Schüler von Tomimoto Kenkichi (1886-1963) und Kiyomitsu Rokubei VI (1901-1980). 

 

Things-J/158

 

Kugeltopf mit weitem Hals, schräg ausgestellt. Harter, rotbraun gebrannter Scherben, ganz bedeckt mit einer dunkelbraunen Eisenglasur. In schneller Skizze in Dunkelbraun, teils Grau und Silber hängende Weidenzweige. Sign.: Kokuryo. 1976. H 23,3 cm.

 

 

 

 

 ONL4/99

 

Schale mit viereckig gerundeter, steiler Wandung, außen gerillt und mit breitem, eckigem Griff. Auf kurzem, weitem Standring. Schwerer, beigefarbener Scherben, bedeckt mit einer wie geronnen zusammengelaufenen, hellbeige-braunen Glasur, matt glänzend. Auf der Außenwandung in den breiten, flachen Rillen skizzierte Schlangenlinien in Rotbraun mit grünen Streifen auf dem Grat. Auf dem Henkel und der Innenwandung mittelbraune, glänzende Überglasur, dazu rotbraune Rechtecke mit grünen Tupfen. Mit Siegel bez.: Kokuryo. Kyoto, ca. 1975. H 20, Br 20 cm.

 

 

 

 

 

 

Things-J/158
Signatur Things-J/158
ONL4/99
ONL4/99

Kollwitz, Jan (*1960)

ist ein deutscher Keramikkünstler, gebürtig aus Berlin und Sohn von Käthe Kollwitz. Er war Schüler von Horst Kerstan von 1983-1985. 1986 ging er nach Echizen, Japan, und dort in die Lehre von Yutaka Nakamura. 1988 kam er zurück nach Deutschland und ließ in Cismar sich einen Anagama-Ofen von Tatsuo Watanabe bauen. Seine Werkstatt ist seitdem dort angesiedelt.

Bei seiner Arbeit verzichtet er auf eine Glasur. Die durch Flammen, Rauch und Kohle verursachten roten, blauen und grauen Verfärbungen sind natürlichen Ursprungs während des 4 Tage andauernden Brennvorgangs.

Seine Werke wurde in zahlreichen Ausstellungen, u.a. 2011 beim Kunsthandel Klefisch ausgestellt.

 

98/577b

 

Vase, zylindrisch mit bauchig geweitetem Oberteil zur ovalen, geschwungenen Mündung hin eingezogen, auf flachem Boden mit Itokiri. Hart gebrannter, heller Scherben, im oberen Teil mit glänzendem, krakelierten, hell grün-grauen und braunem Ascheanflug, teils in Tropfen gelaufen. Im unteren Teil irisierende Yohen-Effekte, der Scherben im Brand rötlich verfärbt, sehr schöne Ishihaze, teils im Relief. "Jomon", 2011, Jan Kollwitz. H 29 cm.

 

 

 

 

Schälchen für 1 Blüte, auf weitem, flachem Standring, bedeckt mit einer natürlichen Aschen-Anflug-Glasur, gebrannt in einem Anagama-Ofen bei ca. 1300 Grad. Bezeichnet mit geritztem Kollwitz-Siegel. H 3,6, ø 13 cm. Mit zwei Paar Rillen zum Arretieren der Kupfer-Stäbchen. 2011

 

 

 

 

 

 

98/577b
Schälchen
Schälchen
Boden Schälchen

Kondo, Yuzo (1902-1985)

wurde 1977 zum "lebenden Nationalschatz" für seine sog. „shibori-sometsuke“-Dekore (verwaschenes Unterglasurblau) ernannt.

 

88/622

 

Steilwandige, halbzylindrische (Hanzutsu) mit zwei gedrehten Rillen in der Wandung. Der helle, feinsandige Scherben ist durch seinen leichten Eisengehalt am spiral-förmig ausgedrehten Standring braun verfärbt. In verwaschenem Unterglasurblau (Shibori Sometsuke) floral dekoriert. Die später angefertigte Holzdose im Deckel innen bezeichnet "Yuzo Saku - Hiroshi Shiki = von Yuzo gemacht - von Hiroshi bestätigt" Kondo Hiroshi bestätigt hier, dass es sich um eine Arbeit seines Vaters Kondo Yuzo handelt. H 7,2, ø 13,3 cm. Kyoto. 2.Hälfte 20.Jh.

 

 

 

 

 

 

88/622
Signatur Holzdose 88/622

Kondo, Hiroshi (* 1936)

Sohn von Kondo, Yuzo. In 2. Generation ist er spezialisiert auf die moderne "weiß-blaue Keramik". Heute führt sein Sohn Kondo, Takahiro (*1958) diese Tradition weiter. Er ist berühmt für die einzigartige "silver mist"-Glasur, für die er heute berühmter ist als sein Vater.

Kosei, Matsui (1927-2003)

wurde 1993 zum "lebenden Nationalschatz" für die sog. Neriage-Keramik (Muster aus vermischtem, farbigem Ton)  ernannt. Seine Werke sind vertreten im Nationalmuseum Tokyo, Metropolitan-Museum und Brooklyn-Museum in New York.

 

91/388

 

Mizusashi. Steilwandiges, relativ schwer getöpfertes Wassergefäß. Am Boden und an der Mündung, die den Keramikdeckel aufnimmt, leicht auskragend. Der helle, feinsandige Scherben ist mit einer dicken, porigen Feldspat-Glasur begossen, wobei die Spuren der Finger, die den Topf hielten, zurückblieben und Boden und gedrehter Standring frei blieben. ø 13, H 15,2 cm. Die Holzdose ist beschriftet: Shino Mizusashi Kasama Gesshuji Kama, Kosei, Kasama (Ibaragi-ken) 1950-60.

 

 

 

 

 

 

91/388
Signatur Holzdose 91/388

Koyama, Fujio (1900-1975)

 schrieb zahlreiche Bücher über Keramik und brillierte aber auch als versierter Töpfer in vielen, verschiedenen Stilen und Techniken. Ihm gebührt der Verdienst, den Titel "lebender Nationalschatz" installiert zu haben, den er selber jedoch nie tragen konnte, da er Vorsitzenden der Auswahlkommission war.

 

93/308

 

Gosu-Sometsuke Teller in der für Koyama typischen kräftigen, einfachen Form, ohne Fussring. Der helle sandige Scherben (kein Porzellan), nur an den Narben der Brandstüttzen sichtbar, unter der Ascheglasur in Kobaltblau mit flüchtigen Pinselstrichen vom Rand her der Form folgend bemalt. Im Boden Ritzsignatur Koyamako ?, das Go von Koyama Fujio. Tokyo (?), M. 20. Jh. H 6,4, ø 26,3 cm. Kiriholz-Dose, Deckel beschriftet, außen: Gosu Hakeme Bachi, innen: Koyamako saku, Siegel und sign.: Koyama Shinichi (1939-2006, Sohn von Koyama Fujio, selbst ein berühmter Töpfer).

 

 

 

 

94/43

 

Chawan in Kummenform mit weit ausschwingender Wandung auf hohem Standfuß mit kleinem Hohlboden. Sandiger, eisenhaltiger Scherben, bedeckt bis auf den Standfuß mit einer glänzenden, krakelierten, Eisenglasur mit darüber liegender Reisascheglasur im sog. Chosen-Karatsu-Stil. Im Boden geritztes Töpferzeichen. H 5,7, ø 13,3 cm. Crèmefarbener Beutel, lackierte Holzdose, auf dem Deckel mit Siegel und Sign.: Karatsu, Kozanshi, Yama-Siegel. Töpfer Siegel auf dem Boden von Cawan: Ko.

 

 

 

 

100/1062

 

Bizen Mizusashi, zylindrisch mit gerundeter Schulter zur vertieften Öffnung hin, Boden wulstig abgesetzt. Flacher Deckel mit schalenförmigem, gedrücktem Knauf. Lederfarbener Bizen Scherben mit kreuzförmiger Hidasuki-Dekoration und feinen Ishihaze. Im Boden Ritzsignatur: Koyamako. Sugi-HD, Auf dem Deckel außen beschriftet: Bizen Mizusashi, Koyamako, innen: 1964 in der Werkstatt von Fujiwara Kei gemacht, mit dessen Siegel. H 21,5, ø 12,2 cm. Blaues Furoshiki-Tuch.

 

 

 

100/1063

 

Chawan in Kummenform mit leicht eingezogener Lippe, auf spiralförmig ausgedrehtem Standring. Sandiger, lederbraun gebrannter Scherben, bedeckt mit glänzender, transparenter, krakelierter Ascheglasur, darunter in Eisenbraun die Lippe mit sog. Kawakujra und am Fuß sign.: Koyamako. H 6,7, ø 13,5 cm. HD im Deckel zyklisch datiert: 1966 und sign.: Koyamako.

 

 

 

 

 

 

93/308
94/43
Signatur 94/43
Holzdose 94/43
100/1062
100/1063

Kumano, Kuroemon (*1955)

ist der führende Töpfer aus Echizen, bekannt für seine großartigen natürlichen Ascheglasuren. Er arbeitet mit seinem Sohn und signiert mit "Kuroemon".

 

90/293

 

Echizen-Vase. Vase in gedrungener Flaschenform mit kurzem Hals (Haguro-tsubo) und mit zwei kleinen Henkeln (Mimi). Typische Echizen-Vase. Yakishime, unglasiert mit reichlich Flugasche, teilweise verglast (Bidoru). Auf dem abgesetzten, flachen Boden Ritzsignatur. Um 2000.
H 16,4, ø 14,7 cm. In Holzdose (Kiri), innen im Deckel beschriftet 'O-Haguro-tsubo' und sign.: Kuroemon und rotes Siegel.

 

 

 

 

 

 

90/293

Kusube, Yaichi (1897-1984)

ist ein führender Töpfer aus Kyoto, Träger des Kulturordens und signiert mit dem Siegel: "Yaichi kusu".

 

88/618

 

Zwei in einer Model geformte Shishi im Stil des Art Deco. Der feingeschlemmte, porzellanartige Scherben ist bis auf den Boden mit einer dunkelgrünen Kupferoxydglasur bedeckt, an deren Kanten der helle Scherben durchscheint. Um das Gewicht zu erhöhen, sind die Skulpturen mit Sand gefüllt und die Luftlöcher verschlossen worden. Die Beschriftung der dazugehörigen Holzdose ist nur zum Teil lesbar (von rechts oben): Shishi? Yaichi kusu (Siegel) - Signatur von Kusube Yaichi (1897-1984). H 18,5, Br 9, T 10,5 cm. Kyoto. 1. Hälfte 20. Jh.

 

 

 

 

 

 

88/618

Löllmann, Uwe (*1955)

ist ein deutscher Keramikkünstler, der im japanischen Anagama-Ofen brennt. Der 1955 in Tuttlingen geborene Uwe Löllman war Schüler des Horst Kerstan von 1979-1984. In seinen vielen Reisen nach Japan, Korea und in die USA lernte er die Techniken des Holzbrennofens genauer kennen und errichtete seinen ersten Ofen in Hilzingen. Diesem folgte 1992 ein neuer Anagama-Ofen. 

 

Seine Werke sind in vielen Museen und Privatsammlungen zu finden, u.A. in der Kunstsammlung der Veste Coburg, dem Emslandmuseum Schloss Clemenswerth, Sögel, dem Keramikmuseum Westerwald, Höhr-Grenzhausen, dem Keramion, Frechen, dem Museum für Angewandte Kunst, Frankfurt, aber auch in Privatsammlungen wie der Sammlung Freudenberg, Weinheim, oder Welle in Paderborn.

 

Löllmann/4

 

Gefäß mit mattweißem Asche-Anflug und blauem Glasfluss (bidoro). Studiokeramik, gebrannt im Anagama (jap. Holzbrandofen).

 

 

 

 

Löllmann/10

 

Gefäß in Fruchtform mit mehrschichtigem Asche-Anflug und blauem Glasfluss (bidoro). Studiokeramik gebrannt im Anagama (jap. Holzbrandofen).

 

 

 

 

Löllmann/14

 

Mizusashi (Wassergefäß), zylindrisch, zum einliegenden Deckel hin abgerundet. Studiokeramik mit steinmattem Aschenanflug vom Brand im Anagama (jap. Holzbrandofen). Abgebildet im Katalog 2012.

 

 

 

 

Löllmann/15

 

Gefäß in Flaschenform mit mehrschichtigem Asche-Anflug und blauem Glasfluss. Studiokeramik, gebrannt im Anagama (jap. Holzbrandofen).

 

 

 

 

Löllmann/16

 

Gefäß in Kugelform mit mattweißem Asche-Anflug und blauem Glasfluss (bidoro). Studiokeramik, gebrannt im Anagama (jap. Holzbrandofen).

 

 

 

 

Löllmann/27

 

Teeschale (chawan) in offener Form mit Glasfluss (bidoro). Studiokeramik, gebrannt im Anagama (jap. Holzbrandofen).

 

 

 

 

Löllmann/31

 

Teedose (chaire), mehrfach gebrannt im Anagama (jap. Holzbrandofen). Passender Casein-Elfenbein-Deckel (Galalith) und Etui (shifuku) aus bedrucktem Baumwollstoff.

 

 

 

 

 

 

 

Löllmann/4
Löllmann/4
Löllmann/10
Löllmann/10
Löllmann/14
Löllmann/14
Löllmann/15
Löllmann/15
Löllmann/16
Löllmann/16
Löllmann/27
Löllmann/27
Löllmann/31
Löllmann/31

Miwa, Kazuhiko (*1951)

entstammt einer der bedeutendsten Familien in der Keramikwelt. Kazuhiko ist der dritte Sohn von Miwa, Kyusetsu XI., der den Titel eines "lebenden Nationalschatzes" hat. Er studierte am San Francisco Fine Art Institute von 1975-81 und ist einer der führenden Töpfer im Heisei-Stil. Werke von ihm befinden sich im National Museum of Modern Art, Tokyo und im Brooklyn Museum, New York. 

89/635

 

Objekt 'Shiroi Yume' (Traum in Weiß). Als zylindrische Form mit abgesetztem Standring gedreht und mit einem flachen Kegel verschlossen. Auf ca. halber Höhe eine unförmige, kleine Öffnung, die zu Deformation führte. Bis auf den Standring mit cremigweisser Hagi-Glasur überfangen, die an der Vorderseite durch Flugasche gesprenkelt ist. Standring und Boden zeigen den groben, sandigen Hagi-Scherben. H 36,5, ø 20 cm. Sign. Holzdose mit dem Namen 'Shiroi Yume' (Traum in Weiss). Ein anderes Exemplar dieser Serie war ausgestellt unter der Nummer 10 in der Ausstellung der Japan Foundation, Japanese Pottery - The Rising Generation from Traditional Japanese Kilns, Köln 1999.Museen: National Museum of Modern Art, Tokyo, Brooklyn Museum, New York

 

 

 

 

 

 

 

 

88/635

Miyanaga, Tosan I. (1868-1941)

war Lehrer von Rosanjin und Arakawa. Werke von ihm befinden sich in folgenden Museen: Museum für Moderne Kunst Tokyo und Kyoto; Ashmolean, Oxford.

 

94/44

 

Vase in Gu-Form mit weit ausschwingender Mündung, im unteren Drittel leicht gebaucht, zum flachen Standring hin leicht ausschwingend. Feiner, leicht eisenhaltiger Porzellanscherben, bedeckt mit einer grünen Seiji-Glasur (Seladon). Im Boden Stempel: Tosan. H 21,8, ø 11,8 cm. Dose im Deckel sign.: Tozan und Siegel: Tozan.

 

 

 

 

 

 

94/44
Signatur 94/44
Holzdose 94/44
Holzdose 94/44

Mizuno, Tatsuzo (*1944)

 hat seine Werkstatt in Seto.

 

94/45

 

Chawan in Form eines Pferdehufs mit steiler Wandung, auf grobem Standring. Sandiger, hell gebrannter Seto-Scherben mit eingearbeiteten Neriage-Partien, ganz bedeckt mit einer glänzenden, transparenten Glasur, zwei gegenüberliegende Partien mit Oribe-grüner Glasur bzw. orangefarbener Glasur bemalt. Unten geritztes Kakihan, ungelesen. H 9,3 ø 12,6 cm. Holzdose mit Siegel und sign.: Mizuno Tatsuzo, Tatsuzo.

 

 

 

 

 

 

94/45
Signatur 94/45
Holzdose94/45

Mori, Koshu (1854-1921)

Schüler von Makuzu, Kozan in Mushiage.

 

94/46

 

Mushiage-Chawan in Kummenform mit steiler Wandung auf hohem, ausgestelltem, geschlitzem Warikodai-Standring. Leicht eisenhaltiger Bizenscherben zu zwei Dritteln bedeckt mit einer stark eisenhaltigen Engobe, das andere Drittel mit einer glänzenden, krakelierten, hellgrauen Glasur, unter dieser in Kobaltblau mit Blumen und Gräsern bemalt. Auf der Unterseite sign. mit Siegel: Koshu. H 8,2, ø 12,3 cm. Holzdose, sign.: Mori Koshu zo.

 

 

 

 

 

 

94/46
Signatur 94/46
Holzdose 94/46

Nakazato, Muan (1895-1985)

ist seit 1976 ein "lebender Nationalschatz" für Karatsu, gehört zusammen mit Kato, Tokuro; Kaneshige, Toyo und Miwa, Kyusetsu zu den Erneuerern der japanischen Regional-Keramik, die das Bild der Keramik der Showa-Zeit prägte. Vertreten in den Sammlungen des Victoria & Albert Museum, London; National Museum, Tokyo; Metropolitan Museum, N.Y.

 

91/381

 

Teller mit abgeflachtem Rand und kleinem Standfuß. Der raue, hellbraune Scherben ist bis auf den Fußring und seine Umgebung mit der für Karatsu typischen Aschenglasur überfangen. Darüber in schwungvoller Zeichnung über die ganze Fläche sich überschneidende Gräser. Neben dem Fußring traditionelle Drei-Punkte-Marke des O-Chawan-Gama. ø 24,6, H 5,5 cm. Die Holzdose im Deckel beschriftet: E-Karatsu .-Sara junidai Taromon Siegel (O-Chawan-gama); beiliegend Lebenslauf von Nakasato Taromon 12 (Muan), 1966 endend. Karatsu ca. 1967.

 

 

 

 

100/1061

 

Mizusashi in Yahazuguchi-Form, zylindrisch, oben ein weiterer Rand abgesetzt, zur Lippe hin leicht eingeschwungen. Sog. E-Garatsu, sandiger, lederbraun gebrannter Scherben, bedeckt mit einer hellen Engobe (nur außen) und einer glänzenden, transparenten, krakelierten Glasur, in Eisenrot darunter bemalt mit einer Karakusa-Ranke. Im Boden Ritz-Sign.: Ta (Katakana). H 14, ø 18,3 cm. Schwarzlack-Deckel. HD beschriftet: Karatsu Mizusashi, Junidai Taroemon mit Siegel: Gochawangama.

 

 

 

 

 

 

91/381
100/1061

Nakazato, Takashi (*1937)

stammt aus der ältesten Töpferfamilie in Karatsu. Sein Vater war der "lebende Nationalschatz" Taroemon XIl. (Muan). Allerdings studierte er in Tanegashima bei Koyama, Fujio die Technik der hochgebrannten Namban-Keramik, die er zu einem eigenen Stil weiter entwickelte. Seine Werke sind vertreten u. a. im British Museum, London.

 

91/396

 

Tokkuri mit schlankem Hals (tsurukubi). Der Bizen-ähnliche unglasierte Scherben (yakishime) aus Tanegashima im Brand von Orangerot bis Dunkelgrau verfärbt. Im Boden ohne Standring Ritzsignatur. ø 10,8, H 17,8 cm. Die Holzdose beschriftet: .... Tokkuri Takashi Siegel (Takashi).

 

 

 

 

 

 

91/396
Signatur Holzdose 91/396

Ohi , Chozaemon IX (1901 - 1986)

ist der neunte in der Linie der Raku-Töpfer der Maeda-Familie in Kanazawa und einer der großen Keramiker der Showa-Zeit. Er ist Träger des Kulturordens.

 

Ogawa, Shuzo (*1951)

ist Bizen-Keramiker und Enkel von Konishi, Toko. Seit 1972 hat er mehrere internationale Preise für seine Werke gewonnen. Er ist Mitglied von Nihon-Kogeikai und Toyokai.

 

Things-J/163

 

Bierbecher, konisch, auf Hohlboden. Hart gebrannter, grauer Scherben mit Hidasuki und in der oberen Hälfte durch Yohen mit einer dünnen, teils rötlichen, teils gelben Glasurhaut. Im Boden Töpfermarke. H 11, ø 7 cm.

 

 

 

 

Things-J/165

 

Sakebecher, konisch mit leicht ausschwingender Lippe, auf hohem Standfuß mit Hohlboden. Grauer Scherben mit Hidasuki und einer partiellen, dünnen, roten und gelben Glasurhaut durch Yohen.  Töpfermarke am unteren Gefäßrand. H 5,3, ø 5,8 cm.

 

 

 

 

Things-J/166

 

Keramikbecher für Bier. Dazu auf gelbem Papier gedruckt: Lebenslauf und erhaltene Preise und ein weißer Zettel mit Nutzungs-Angaben (nicht in den Ofen oder Mikrowelle oder kein direktes Feuer).

 

 

 

 

 

 

Things-J/163 und 165
Signatur Things-J/163
Things-J/166
Signatur Things-J/166

Otani, Shiro (*1936)

hat an der Kunsthandwerksschule der Stadt Kyoto unter Kyubei Kiyomizu, Eiichi Shohu und Kunio Uchida Töpferei gelernt. Im Jahr 1973 ist er nach Kinose Dairino in Shigaraki umgezogen und hat dort seine eignen Anagama und Noborigama Öfen gebaut. In Shigaraki hat er bei Uichi Shimizu, einem lebenden Nationalschatz, gelernt und wurde 1990 zum immateriellen Kulturgut von Shigaraki ernannt.

Seine Werke sind im Fogg Museum der Harvard University, dem Brooklyn Museum of Art, dem Museum of Art in Atlanta und in der Arthur M. Sackler Gallery des Smithsonian Institute in Washington, D.C. zu sehen.

 

ONL4/97

 

Vase, fast zylindrisch mit leicht gewölbter Schulter, engem, kurzem Hals und ausladender, fast waagerechter Lippe. Auf rundem, leicht hohlem Standfuß. Beige-grauer, harter Scherben im Brand mit dünner roter Glasurhaut, oben grünlicher Ascheanflug, Ishihaze-Steine. Mit Künstlersiegel bezeichnet. Ca. 1978. Shigaraki. H 19,5 cm. Mit Goldlack-Reparatur.

 

 

 

 

 

 

ONL4/97
ONL4/97

Raku, Keinyu XI (1817-1902)

entstammt einer Sakebrauer-Familie. Er heiratete in die Raku-Familie ein und wurde der 11. Meister der berühmten Linie von Keramikern. Charakteristisch für seine Arbeit ist die geschnittene Oberfläche der Schalen.

 

94/49

 

Chawan in typischer Form in Tebineri-Technik mit gerader, durch Schnitte strukturierter Wandung auf kleinem Fußring. Scherben bedeckt mit einer eisenhaltigen, kräftig orange-roten Engobe, diese bedeckt mit einer glänzenden, krakelierten, transparenten Glasur, partienweise durch Atmosphärenwechsel graue Wolken. Neben dem Fußring ein Rakustempel. H 7,7, ø 13,3 cm. Holzdose im Deckel beschr.: Keinyu saku Raku Chawan Hiramatsu? von Sen Rokurokusai Sosa XI (1837-1910). Im Boden Siegel des Raku Keinyu. Holzdose mit gelben Seidenband der Omote-senke.            sold

 

 

 

 

 

 

Saka, Koraizaemon XI (1912-1981)

ist die 11. Generation der koreanischen Gründerfamilie der Hagi-Keramik. Mit Miwa, Kyuwa und Sakakura, Shimbei gilt er als Begründer der modernen Hagi-Keramik. Er signiert mit dem Siegel "Juichi Dai Saka Korazaemon".

 

88/619

 

Schüssel zum Anrichten von Speisen in Form eines Lotusblattes. Zunächst in Kummenform gedreht und dann in eine vierpassige Blattform gedrückt und am Rand ein Blattstielansatz angefügt und innen Blattadern eingeritzt, der Standring dreifach eingekerbt (Warikodai). Der typische helle, sandiggrobe Hagischerben (Matsumoto-Hagi) innen und in den oberen zwei Dritteln in der traditionellen Hagiglasur (Mischung aus Asche und Sand) bedeckt. Die zugehörige Holzdose (Zeder) beschriftet: aussen teils unleserlich: Oha Hachi = ?-Blatt Schüssel, innen: Juichi Dai Saka Koraizaemon Stempel- eingeklebt: eine Auflistung der elf Generationen, wie sie der Schüssel ursprünglich beigepackt war. Saka Koraizaemon XI (1912-1981), 11. Generation der koreanischen Gründerfamilie der Hagi-Keramik, gilt zusammen mit Miwa Kyuwa und Sakakura Shimbei als Begründer der modernen Hagi-Keramik. H 5,8, ø 19,2 cm. Hagi. Mitte 20. Jh.

 

 

 

 

 

 

 

 

88/619
Holzdose 88/619
Holzdose 88/619

Sakakura , Shimbei XII (1881-1960)

gilt gemeinsam mit Saka, Koraizaemon und Miwa, Kyuwa als Gründer der modernen Hagi-Keramik. Wurde "Mukei Bunkazai" (Vorläufer der lebenden Nationalschatzes). Er signiert mit "Junidai Sakakura Shimbei". Arbeiten von ihm sind in der Sammlung des Tokyo National Museums vertreten.

 

31/377

 

Kashiki 
Flache Gebäckschale mit abgesetztem Boden für Süßigkeiten (kashi) zur Teezeremonie. Der sandige, helle Hagi-Scherben bis auf den grob herausgeschnittenen, zweifach eingekerbten Fußring mit der typischen Feldspat-Glasur, die an doppelt aufgetragenen Stellen milchig verläuft. ø 24,5 - 25,5, H 7,5 cm. Die Holzdose beschriftet: Hagi bachi junidai Sakakura Shimbei, dabei gedruckte Geschichte der Sakakura-Familie. Hagi ca. 1950.    Sold

 

 

 

 

 

 

31/377
Holzdose 31/377

Shimizu, Uichi (1926-2004)

wurde für seine Eisenglasurtechnik 1985 zum "lebenden Nationalschatz" ernannt. Seine Stücke befinden sich im Nationalmuseum Kyoto, Nationalmuseum Tokyo, Freer Gallery, Washington, u.a.

 

89/637

 

Schale, flach gedreht im Stil der Henan 'oil spot' Temmoku Teeschalen mit weißem Rand. Der unglasierte Standfuß zeigt einen hellen, sandigen Scherben mit dem Prägesiegel des Künstlers. H 6, ø 26 cm. Signierte Sugiholz-Dose. Museen: Nationalmuseum Kyoto, Nationalmuseum Tokyo, Freer Gallery, Washington, u.a.

 

 

 

 

 

 

89/637

Sugimoto, Sadamitsu (*1935)

ist spezialisiert auf Teegerät. Er studierte bei Tachibana Taiki, dem Abt des Zen-Tempels Daitokuji in Kyoto. Während er früher fast ausschließlich Shigaraki-Keramik produzierte, hat er sich in den letzten Jahren auf koreanische und Raku-Teeschalen konzentriert. Unter japanischen Teemeistern hat er den Ruf,  einer der besten Teeschalen-Töpfer zu sein.

 

89/638

 

Nachempfindung eines koreanischen sog. Gohon-Chawan in Form einer Kumme, die bis auf den Standfuß ganz bedeckt ist mit einer glänzenden, grauen Glasur, die die typischen rosa Flecken der koreanischen Gohon-Teeschalen des 17.und 18. Jh. zeigt. Im unglasierten Boden Ritzsignatur. H 7,8, ø 13,4 cm. Signierte Sugiholz-Dose. bez.: Gohon Chawan.

 

 

 

 

90/298

 

Kashiki. Unregelmäßig, herzförmige Schale mit gebogenem Henkel und flachem Boden. Der rauhe Shigaraki-Scherben mit Flugasche bedeckt, teilweise grün verglast (Bidoro). Besonders an den Kanten im Brand orangerot verfärbt. Im Boden Ritzsignatur. Shigaraki, ca. 1980. H 13,5, ø 25 cm. Die zugehörige Holzdose (Hinoki) im Boden unleserlich sign.: 'Shigaraki, bachi, ? Sa'.

 

 

 

 

 

 

89/638
Signatur 89/638
90/298
Holzdose 90/298

Tadashi, Yoshimoto (*1943)

 

 

90/286

 

Vase, eiförmig mit leicht ansteigender, in eine fein geschwungene, nach innen abgeschrägte Lippe auslaufender Öffnung mit einer die Schulter akzentuierenden Drehrille, auf flachem Standboden mit Itokiri. Schamottierter, rotbraun gebrannter Bizen-Scherben, in der oberen Hälfte mit mattem, beigebraunem, teils geronnenem und fließendem Aschen-Anflug, mit dunkelbraunem, körnigem Fleck. Im unteren Teil ist die dem Feuer zugewandte Seite porig aufgeschmolzen in der Art von Orangenhaut. Einzelne Ishihaze-Ausblühungen. Im Boden Ritz-Sign.: Tadashi und zwei Streifen Hidasuki. H 29, ø 27 cm. Kiri-Holzdose mit Aufschrift: Bizen Tsubo und mit Siegel sign.: Tadashi.

 

 

 

 

 

 

90/286

Takatori, Hassan XII (*1929)

signiert mit "Taka" (Stammfamilie der Takatori) und "juni dai Hachisan tsukuru" (gemacht vom 12. Hachisan)".

 

90/292

 

Kensui (Gefäß für das Wasser, mit dem die Chawan ausgespült werden bei einer Teezeremonie), flach bauchig, wenig eingezogen unter der leicht ausschwingenden Mündung, auf weitem, glattem Standboden. Graubraun gebrannter, fein schamottierter Scherben, bis auf das untere Viertel bedeckt mit einer glänzenden, grau-weiß geflammten Glasur, innen ganz und außen teilweise herunterlaufend, mit Überglasur. Die Glasur ist an den dicken Stellen crèmeweiß, innen leicht porig. Im Boden eingedrückt ein Siegel: Hachizan. H 8,5, ø 14,5 cm. Sugi-Holzdose, auf dem Deckel beschriftet: Takatori kensui, innen: Takatori-yaki soke (Stammfamilie der Takatori) 12 dai Hachizan tsukuri (gemacht vom 12. Hachizan) und Siegel: Takatori-yaki Soke-kama, juni hachizan tsukuri.

 

 

 

 

91/402

 

Chatsubo aus der Werkstatt von Takatori Hassan in Urnenform mit abgesetzten Hals und vier Ösen. Der feine graue Scherben bis auf den Boden und den unteren 4 cm bedeckt mit einer fleckigen, braunen Eisenglasur, am Hals Anguss mit Reisasche-Glasur, die an einer Stelle die Wandung ca 8 cm herunterläuft. Im flachen Boden ovaler "taka" Stempel. Takatori Werkstatt um 1980. In kompletter Montierung eines Chatsubo mit allen Seidenschnüren und Netzen. ø 19,5, H 23,5 cm. Die Holzdose beschriftet: Takatori yaki, Cha(?) tsubo, Hassan kama Stempel.

 

 

 

 

 

 

90/292
Signatur 90/292
91/402
Montierung 91/402
Holzdose 91/402
Signatur 91/402

Takita, Koichi (*1927)

lebt und arbeitet in Tochigi, einer der bekanntesten zeitgenössischen Töpfer Japans, der Porzellane im koreanischen Stil macht.

 

Things-J/147

 

Sakeschale aus weißem Porzellan, innen in Unterglasurblau bemalt mit Garnele und Fisch. Im hohen Fuß Töpfersiegel: Ko. (Takita, Koichi, geb. 1927, lebt und arbeitet in Tochigi, einer der bekanntesten zeitgenösischen Töpfer Japans, der Porzellane im koreanischen Stil macht. H 3,7, ø 7,7 cm. Holzdose, auf dem  Deckel außen beschriftet: Sakazuki, innen: Siegel: Taki und sign.: Ko.

 

 

 

 

 

 

Things-J/147

Tokuda, Yasokichi III (1933-2009)

ist ein berühmter Kutani-Porzellan Meister und wurde 1997 zum "lebendem Nationalschatz" ernannt. Er entwickelte aus der Tradition des Ko-Kutani seine "Saiyu"-Technik mit elegant übereinander laufenden Glasuren.  Er signierte mit "Masahiko" bevor er von seinem Vater den Namen Yasokichi (III) übernahm.

 

90/300

 

Bauchige Vase mit lang gezogenem Hals (Kinuta-Form) auf kräftigem Standring. Der Porzellanscherben ist bis auf den Standring völlig mit einer dunkelvioletten Glasur überzogen, die auf den Schultern in den Farben Gelb, Blau, Grün und Weiß verlaufend verfärbt ist. Im weiß glasierten Standring in Kobalt sign.: Kutani Masahiko (Yasokichi zeichnete mit Masahiko, bevor er von seinem Vater den Namen Yasokichi (III) übernahm). 1997 wurde er “Lebender Nationalschatz” für Kutani-Porzellan. Kutani, ca. 1975. H 27, ø 14,7 cm. Mit Holzdose, auf dem Deckel sign.: Kutani Masahiko und roter Stempel.    Sold

 

 

 

 

94/50

 

Vase in schlanker Kalebassenform auf niedrigen Standring mit Hohlboden. Feiner, weißer Porzellanscherben, bedeckt im unteren Teil mit einer dunklen aubergine-farbenen Glasur, im oberen Teil teils überlappend in Gelb, Türkis und Blau glasiert. H 24,5, ø 10 cm. Holzdose im Deckel sign. und Siegel jeweils: Kutani Masahiko.

 

 

 

 

97/694

 

Guinomi-Sakeschale mit senkrechter, leicht eingedrückter Wandung, auf flachem, weitem Standring. Kutani-Porzellanscherben, bis zum Standring bedeckt mit glänzender Aubergine-violetter Glasur, die Lippe transparent hellblau abgesetzt. Im Boden gestempelt: Masahiko (Tokuda Yasokichi III). Kiri-Holzdose, auf dem Deckel sign. und Siegel: Kutani Masahiko, Guinomi. Dabei: gedruckter Lebenslauf.

 

 

 

 

 

 

90/300
Signatur 90/300
Holzdose 90/300
94/50
Signatur 94/50
Holzdose 94/50
97/694
Holzdose 97/694
Signatur 97/694

Tsujimura, Kai (*1976)

 Sohn des berühmten Shigaraki-Töpfers Tsujimura, Shiro. Er signiert mit "Kai" und gleich lautendem Siegel.

90/290

 

Shigaraki-Vase in schwerer, gedrungener Flaschenform mit kurzem, auskragendem Hals (Uzukumaru). Der rauhe, unglasierte Shigaraki-Scherben mit starken Silica-Ausblühungen und reichlich Flugasche-Ablagerungen, in denen Reste eines benachbarten Stückes angebacken sind und den Abdruck eines runden Nachbargefäßes aufweisen. H 19,4, ø 17,5 cm. Holzdose (Kiri), auf dem Deckel beschriftet 'Uzukumaru' und sign.: Kai und gleichlautendes Siegel.   Sold

 

 

 

 

 

 

90/290

Ueda, Juho (*1925)

ist ein berühmter Shigaraki-Töpfer der auch im Iga-Stil arbeitet. Er signiert mit "Juho tsukuru" oder "Juho".

 

90/287

 

Bauchige Form mit vasenartigem Hals im Stil des Iga Mizusashi “Yabure Bukuro”. Am Hals zwei angesetzte Ohren (Mimi). Der grobe, mit Silica-Einschlüssen versehene  Shigaraki-Scherben auf der Vorderseit im Brand schwarz verfärbt, an den Seiten gelbe Flugasche die z.T. verglast ist. Auf der Rückseite beschriftet: 'Hatsugama 1966 (zyklisch)' - Erstbrand in einem neuen Ofen. Shigaraki, 1966. H 23,5, ø 21,5 cm. Mit Keramikdeckel in zugehöriger Holzdose, auf dem Deckel beschriftet 'Shigaraki, Mizusashi, Joho tsukuru' und schwarzer Stempel.

 

 

 

 

90/288

 

Schlanke hohe Form im Momoyama-Stil mit abgesetzter, eingezogener Öffnung auf flachem Boden. Kleine, angesetzte Henkel (Mimi). Der ungereinigte Shigaraki-Scherben auf der eingekerbten Vorderseite dick mit Flugasche bedeckt - mit spektakulären Effekten. Im Boden ungelesene Ritzsignatur. Shigaraki, ca. 1980. H 26, ø 11,4 cm. In zugehöriger Holzdose (Kiri), auf dem Deckel beschriftet 'Shigaraki Chaire Juho' und schwarzer Stempel.

 

 

 

 

92/344

 

Zylindrische Vase, zur eingezogenen Öffnung hin etwas gewölbt und mit zwei zusammengedrückten kleinen Bandösen, zum flachen Standboden hin etwas breiter. Einseitig mit einem Werkzeug geschwungen eingedrückt. Kräftiger Scherben mit teils glasiger Asche- und Schlackeglasur und drei roten, runden Brandstellen (yohen) sowie explodierten Steinen (ishihaze). Innen eine glänzende, krakelierte, grauweiße Glasur. H 26, ø 11 cm. Holzdose im Deckel beschriftet: Shigaraki Hanaire (Shigaraki Vase). Sign.: Juho und gleichlautendes Siegel.

 

 

 

 

 

 

90/287
90/287
Holzdose 90/287
Signatur 90/287
90/288
Signatur 90/288
Holzdose 90/288
92/344

Yagi, Kazuo (1918-1979)

wird als "Vater der modernen japanischen Keramik" bezeichnet. Er gründete 1946 in Kyoto die Avantgarde-Keramikergruppe ‚Sodeisha’. Seine Werke sind vertreten im National Museum, Tokyo; MOMA, N.Y.; Victoria & Albert-Museum in London und Metropolitan-Museum in  N. Y.

 

91/386

 

Vase, die zunächst in hoher zylindrischer Form aus drei Tonplatten zusammengesetzt und dann flach gedrückt wurde. Die sichtbaren 'Nähte' an der Seite wurden absichtlich so belassen. Der fast weiße, feinsandige Scherben ist bis auf den Boden ohne Standring mit einer blasigen, weißen Bleiglasur (?) überzogen. In die ovale Mündung sind zwei Stege eingesetzt. Im Boden Stempelmarke. ø 10,2, H 15,3 cm. Die Holzdose auf dem Deckel beschriftet: Shiro Hanatsubo Yagi Kazuo; beliegend gedruckter Lebenslauf 1964 endend. Kyoto 1964.

 

 

 

 

 

 

91/386
Holzdose 91/386
91/386
91/386
Signatur 91/386

Yamamoto, Toshu (1906-1994)

wurde ab 1987 "lebender Nationalschatz" für Bizen-Keramik. Er signiert mit: "Bizen Sagasuki - Tosho tsukuru".

 

88/623

 

Sakebecher in der Form eines zylindrischen Chawan (Tsutsu). Gerade Wände, die sich leicht nach oben verjüngen und am Rand etwas ausschwingen. Der ungeschlemmte Bizen-Scherben wurde auf dem Kopf gebrannt, so dass er außen einschließlich des Standrings mit einer dünnen Glasur aus Flugasche bedeckt ist, die sich an der Vorderseite zu gelben Glasurflocken (Goma) verdichtet. Innen ist der Becher unglasiert, zeigt aber rote Salzwasserstreifen (Hidasugi). Neben dem Standring Ritz-Signatur (Kamajirushi) von Yamamoto Toshu. Zugehörige doppelte Holzdosen, die Äußere schwarz lackiert mit Aufkleber: Toshu Sakazuki, die innere auf dem Deckel bezeichnet: 'Bizen Sakazuki - Toshu tsukuru Stempel. Yamamoto Tosho (1906 - 1994). Ab 1987 'Lebender Nationalschatz' für Bizen Keramik. H 6, ø 6 cm. Bizen, um 1990.    Sold

 

 

 

 

92/345

 

Deckelablage für die Teezeremonie in Form eines Bambussegmentes mit Knoten in der Mitte. Unglasierter, stark eisenhaltiger Scherben, fast völlig mit Flugasche bedeckt. H 6, ø 5,2 cm. Holzdose, bez.: Bizen Futaoki, Toshu tsukuri, Stempel: Toshu, Toshu, Yamamoto, 4. lebender Nationalschatz für Bizen. Vergleichbares Stück in Sammlung G. Freudenberg.

 

 

 

 

96/275

 

Dieser Bizen-Töpfer war ein lebender Nationalschatz! Chawan mit gewölbter Wandung und leicht eingezogener Mündung auf Standring. Grober, ungereinigter Bizenscherben im Brand rötlich verfärbt, außen teils matter, teils glänzender, feiner, dunkler Aschenanflug. Kamajirushi von Yamamoto Toshu (1906-1994). Ca. 1980. H 8,7, ø 13,5 cm. Tomobako (Dose vom Künstler angefertigt und sign.: Bizen Chawan, Toshu zukuri & Siegel: Toshu.

 

 

 

 

 

88/623
Holzdose 88/623
Holzdose 88/623
92/345
96/275
96/275
Signatur 96/275
Holzdose 96/275

Yoshikawa, Masamichi (*1946)

ist ein Tokoname-Töpfer, der für seine weißen Porzellan-Objekte internationale Berühmtheit erlangte. Er signiert mit "Masamichi" oder "Michi". Seine Stücke befinden sich u.a. im  Brooklyn- Museum, N.Y. im  Grassi-Museum, Leipzig  und im Victoria & Albert-Museum, London.

90/301

 

Katakuchi, hellblau. Steilwandiges, rundes Gefäß mit leicht abgesetztem Rand und Standfuß und angesetzter Tülle (Katakuchi). Der schwere, feine Porzellan-Scherben bis auf den Standring ganz bedeckt mit einer Qingbai ähnlichen, bläulichen Ascheglasur. Im Boden feine Zeichnung in Unterglasur-Kupferrot. Um 2000. H 9,4, ø 16-18,5 cm. In Holzdose (Kiri), innen im Deckel beschriftet 'Katakuchi' und sign.: Masamichi und Siegel: Michi. Tokoname.

 

 

 

 

 90/302

 

Zwei Guinomi (Sake-Koppchen). a) Hohe konische Form, facettiert mit Qingbai ähnlicher, bläulicher Ascheglasur auf Porzellan. H 5,2, ø 5,1 cm.  b) Kummenform, die oberen zwei Drittel innen und außen bedeckt mit derselben bläulichen Glasur. Um 2000. H 3,4, ø 6,2 cm. Jeweils auf dem Boden in Unterglasur/Kupferrot sign.: Michi. Beide in Holzdosen (Kiri), im Deckel beschriftet Sakazuki und sign.: Masamichi und Siegel: Michi. Tokoname.

 

 

 

 

 

 

 

90/301
90/302