Formen

Funa-Tokkuri: Sakeflasche mit breitem Standboden, "Funa" bedeutet "Boot" und bezieht sich wohl darauf, dass solche Flaschen besonders standfest sind

Hanzutsu: zylindrische, steilwandige,halbhohe Form einer Teeschale mit einem Durchmesser, der größer ist als die Höhe

Hira-Chawan: flache Form einer Teeschale, meist im Sommer verwendet

Katasuki: Schulterform einer Chaire, wörtlich: "herausragende Schulter", ist eine der häufigsten Formen. Die herausragende Schulter ist das wichtigste Merkmal dieser Form, der Körper jedoch kann sehr unterschiedlich gestaltet sein und auch die Schulter selbst kann verschiedene Formen haben

Kinuta: wörtlich: "Wäsche-Schlegel" und auch diese Form nachbildend mit zylindrischem breitem Unterteil und einem schmaleren, abgesetzten Oberteil. Meist als Vase

Kutsu-Gata: unregelmäßig oval oder dreieckig geformte Teeschale, benannt nach den schwarz lackierten Schuhen der Kuge-Adligen und Shinto-Priester

Mentori: Benennt geschnittene, bzw. facettierte Keramikformen  

Mimi-tsuki: mit kleinen Henkeln oder Griffen versehen, beispielsweise bei Wassergefäßen (Mizusashi) oder Vasen

Taikai: wörtlich: "großes Meer", Chaire dieser Form sind niedrig und breit ist im Durchmesser wesentlich großer, als in ihrer Höhe und wirkt und gedrungen. Auch das dazugehörige Shifuku weist bei dieser Form meistens eine außergewöhnlich lange Schnur auf

Tenmoku-wan: Teeschale in charakteristischer Tenmoku-Form mit weiter Mündung, die von der ausschwingenden Wandung leicht abgesetzt ist. Der feine, niedrige und enge Fußring ist nach oben mit einem kantigen Absatz zur Wandung abgesetzt. Außer Tenmoku sind auch Shino und andere Schalen in dieser Form zu finden.

Tsutsu: zylindrische Form einer Teeschale

Uzukumaru: wörtlich: "gedruckt und rundlich", Gefäßform mit kurzem, auskragendem Hals, meist eine kleine Urne

Wan: flache Kummenform einer Teeschale

 

Glasur

Ameyu: hellbraune Glasur aus Asche und eisenhaltiger Erde

Ao-Bizen: blauer Bizen, sehr seltener Effekt, der durch eine zufällige Ansammlung von Gas um das Werk herum während des Brennens entsteht

Aojiro: blau-weiße Glasur

Ao-Oribe: grünes Oribe: bei dieser farblos glasierten Mino-Keramik wird der teilweise zuvor weiß engobierte Scherben mit eisenhaltiger Engobe dekoriert, weitere Stellen werden kupfergrün angegossen

Awawa-Yaki: fein krakelierte Ascheglasur

Bidoro: grün verglaste Flugasche

Goma: Sesam, hier: punktförmige Ablagerung von Flugasche als Spezialeffekt

Guinomi-de: glänzende Kiseto-Glasur 

Hagi: Glasur aus Asche und Sand

Hikidashi-Kuro: schwarze glänzende Glasur, die auf Mino-Teeschalen zu finden ist. Die eisen- und magnesiumhaltige Glasur wird schwarz, wenn das Stück rotglühend dem Ofen entnommen und an der Luft abgekühlt wird

Hima: eine ausgesparte, unglasierte Fläche der Keramik, die die natürliche Schönheit des Scherbens betonen soll

Kannyu: Crackling Effekt u.a. bei der Seladon Keramik

Keshiki: dramatische Landschaft (Muster), die durch Flugasche entsteht

Ki-seto: "gelbes Seto" mit einer stark eisenhaltigen Ascheglasur. "Gelbes Seto" zählt zu der ältesten Produktion der Seto Öfen. Charakteristisch bei Kiseto ist die gelblich grüne Farbe und die

grünen Flecken in der Glasur

Kuro-Oribe: schwarzes Oribe mit Dekor: schwarz glasierte Mino-Keramik mit weißer Dekoration oder heller Fläche mit Unterglasurmalerei dekoriert

Oniita: schwarze Eisenglasur

Sangiri: eine matte Ascheglasur in seltenen grau und blau Tönen, die bei Bizen- Keramik zu finden ist, die auf den Boden des Ofens gestellt wurde, wo sich die Asche sammelt

Shino: in Mino entwickelte Feldspat-Glasur mit geringem Ascheanteil. Nur im Anagama entwickeln sich die charakteristischen Merkmale (Orangenhaut, Feuerfarbe)

Tenmoku: braun-schwarze Steinzeug-Glasur mit Oberflächeneffekten, die auf Teeschalen der Jian-Öfen in der chinesischen Provinz Fujian zurückgehen, benannt nach dem nahen Zenkloster bzw. dem Berg Tianmushan; gleichzeitig auch eine spezifische Form und die Wortbedeutung ist: geändert durch das Feuer

Yubigaki: eine Art der Dekoration, die mit Fingern aufgetragen wird

Technik

Anagama: (halb-) unterirdischer Einkammerofen in Hanglage

Fuseyaki: Man stellt verschiedene Gefäße übereinander, um zwei verschiedene Farben beim Brennen hervorzurufen.

Hera: Messer zum Schneiden des Tons

Hidasuki: Salzwasserstreifen, beim Brand entstehende, meist rote Spuren, von den nassen Reisstrohschnüren

Ikomi: unvorhersehbare, spontan durch das Brennen entstandene, kuriose, stark gewölbte Formen

Ishihaze: die absichtlich nicht aus dem Scherben entfernten Steinchen, die nach dem Brennen herausstehen und der Keramik besonderen Ausdruck verleihen, oft bei Bizen oder Yakishime verwendet.

Itokiri: das zum Teil sehr individuelle Muster, welches der Töpfer am Boden einer Keramik hinterlässt, wenn er das Stück von der Drehscheibe schneidet

Kamajirushi: eingeritzte Werkmarke oder Stempel

Katagami: Schablonen, die unter anderem auch beim Dekorieren der Keramik verwendet werden

Ronuki: eine Art Wachs, benutzt zum Aussparen

Warikodai: nachträglich oft dreifach eingekerbter Standring

Gefäßtypen

Mukozuke: Speisegefäß für Zuspeisen, z.B. Tsukemono. Oft in sehr unterschiedlichen Formen und meist als Satz von fünf Stücken hergestellt

Kashiki: Gefäß für Süßigkeiten

Tokkuri: Sakeflasche

Tsubo: Vorratsgefäß

Hanaire: Vase

Scherben

Bizen: ungeschlemmter, eisenhaltiger Scherben, wird teils durch Flugasche im holzbefeuerten Ofen glasiert.

Karatsu: Hafenstadt in der heutigen Präfektur Shiga (Kyushu), die dem glasierten Steinzeug in koreanischer Technik ihren Namen gegeben hat

Katade: porzellanartiger Scherben

Matsumoto-Hagi: heller, sandig grober Hagi-Scherben

Mino: Mino liegt ungefähr 12 Meilen im Norden Setos. Größter Beliebtheit erfreuten sich die Keramiken aus dieses Gegend gegen Ende der Muromachizeit und mit dem Aufblühen des Cha no Yu

Raku: Keramik, die bei niedriger Temperatur und hauptsächlich für die Teezeremonie gebrannt wird. Gegründet wurden die Raku-Öfen von der Raku-Familie in Kyoto. Heutiger Raku ist Raku Kichizaemon XV

Shigaraki: ähnlich dem Bizen, bei hoher Temperatur gebrannte und nur mit Asche glasierte Keramik aus einem groben sandigen Scherben. Seit der Kamakura-Zeit bekannt durch ihre meist ausdrucksvollen Formen und die rötlichen Farben, Shigaraki-Öfen kann man in der Shiga Provinz finden

Yakishime: unglasierte Keramik in Anagama oder Noborigama gebrannt bei bis zu 1500 Grad; vorwiegend grober Scherben mit kleinen Steinen, die nach dem Brennen an der Oberfläche sichtbar werden.

Zubehör

Donzu: eine Seidenart

Kiri-HD: Holzkasten aus Kiri-Holz zur Aufbewahrung wertvoller Gegenstände im Schatzhaus

Mushikui: Elfenbeindeckel

Shifuku: Stoffbeutel

Sugi-HD: Holzkasten aus Sugi-Holz zur Aufbewahrung wertvoller Gegenstände im Schatzhaus